Bundesliga

Gündogan: "Ich bin sehr, sehr ungeduldig"

Dortmund: Kein genauer Comeback-Termin

Gündogan: "Ich bin sehr, sehr ungeduldig"

Ilkay Gündogan braucht noch Geduld: "Es tut weh, so lange zuschauen zu müssen."

Ilkay Gündogan braucht noch Geduld: "Es tut weh, so lange zuschauen zu müssen." imago

Spitzenreiter Bayern bezeichnete der BVB-Star respektvoll als "Brocken". Aber gegen die "schwerste Mannschaft", auf die man in Deutschland, "vielleicht auch in ganz Europa" treffen könne, sieht Gündogan trotzdem eine echte Siegchance für die Borussia: "Wir haben im Champions-League-Finale, aber auch im Supercup Ende Juli gezeigt, dass wir wahrscheinlich die einzige Mannschaft sind, die den Bayern im Moment Paroli bieten kann."

Für sich selbst sieht der seit dem Länderspiel gegen Paraguay (3:3) Mitte August pausierende Fußballer inzwischen wieder Land. Die Verletzung (Wirbelgleiten im Rücken, entzündeter Nerv) klingt langsam ab. Zwar führt das "leichte Ziehen", das Gündogan weiterhin spürt, dazu, dass seine Comeback-Bemühungen "noch ein bisschen Zeit in Anspruch nehmen werden". Trotzdem bezeichnet er den Heilungsverlauf mittlerweile als "sehr, sehr positiv".

Spielersteckbrief Gündogan
Gündogan

Gündogan Ilkay

Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Bayern München Bayern München
35
2
Bayer 04 Leverkusen Bayer 04 Leverkusen
31
3
Borussia Dortmund Borussia Dortmund
28

Wir sind wahrscheinlich die einzige Mannschaft, die den Bayern im Moment Paroli bieten kann.

Ilkay Gündogan

Größere Schmerzen als der malade Rücken bereitete ihm zuletzt ohnehin die Zuschauerrolle, mit der er sich begnügen muss: "Ich bin sehr, sehr ungeduldig. Es tut weh, so lange zuschauen zu müssen." Einen konkreten Comeback-Termin nennt Gündogan weiterhin nicht - weil die Enttäuschung "um so größer" sei, wenn sich der gewünschte Fahrplan anschließend nicht einhalten lasse.

Gespräche über seine Zukunft hat Gündogan erst einmal zurückgestellt. "Oberste Priorität" habe seine Gesundheit, sagte er am Dienstagmorgen. Sollte Michael Zorc als Dortmunder Verhandlungsführer den bis 2015 laufenden Vertrag mit Gündogan nicht vorzeitig verlängern können, ist sogar eine Trennung im nächsten Sommer denkbar. Gündogan 2015 ablösefrei ziehen zu lassen (wie Robert Lewandowski in einem halben Jahr zum FC Bayern), haben die BVB-Macher ausgeschlossen.

Noch besteht die Hoffnung, dass Gündogan eine Vertragsverlängerung schmackhaft gemacht werden kann. Er selbst stellte heute klar: "Dortmund ist mein erster Ansprechpartner."

Thomas Hennecke