Champions League

Guardiola überrascht doppelt: ManCity-Vorschau vor Leipzig

Vor dem Champions-League-Start gegen Leipzig

Guardiola überrascht doppelt: Fünf Fragen und Antworten zu ManCity

Gegen RB Leipzig erneut in der Startelf von Pep Guardiola? Jack Grealish.

Gegen RB Leipzig erneut in der Startelf von Pep Guardiola? Jack Grealish. imago images/Sportimage

Es ist der sogenannte "Hammerstart" in der sogenannten "Hammergruppe": RB Leipzig eröffnet seine Champions-League-Vorrunde, in der noch Paris St. Germain und Club Brügge warten, gleich bei Manchester City (Mittwoch, 21 Uhr, LIVE! bei kicker). Was erwartet die Elf von Jesse Marsch beim englischen Meister und Vorjahresfinalisten? Eine Vorschau in fünf Fragen und Antworten.

Wie ist ManCity in Form?

Schon wieder ziemlich gut. Den Niederlagen im Community Shield (0:1 gegen Leicester) und am ersten Premier-League-Spieltag (0:1 gegen Tottenham) ließ ManCity drei überzeugende Siege bei 11:0 Toren folgen. Die Citizens, abgesehen von 118-Millionen-Euro-Neuzugang Jack Grealish und dem Abschied von Rekordtorjäger Sergio Aguero personell im Sommer kaum verändert, sind gerade eingespielt wie nie: Erstmals ließ Trainer Pep Guardiola in drei aufeinanderfolgenden Ligaspielen dieselbe Startelf beginnen.

Während sich Grealish nahtlos ins Offensivspiel eingefügt hat, ließ die beste Defensive der Vorsaison in vier Spielen gerade einmal fünf Schüsse aufs eigene Tor zu. Guardiola weiß: "Der wahre Grund dafür, dass wir letztes Jahr Meister waren, war, dass wir unglaublich stabil standen." Das Herzstück ist weiterhin Innenverteidiger Ruben Dias, der den UEFA-Award als bester Abwehrspieler der Champions-League-Saison 2020/21 gewann.

kicker.tv Trainerstimme

"Okay" - "Okay": Guardiola korrigiert Abschied-Aussage

alle Videos in der Übersicht

Wie ist die personelle Lage?

Ziemlich schlecht - aus Leipziger Sicht. Denn bis auf Ersatzkeeper Zack Steffen sind alle ManCity-Profis fit, auch Kevin De Bruyne und Phil Foden saßen am Samstag beim 1:0-Sieg in Leicester nach ihren wochenlangen Zwangspausen erstmals wieder auf der Bank. Gut möglich also, dass Guardiola seine Startelf gegen Leipzig ein wenig anpassen wird.

Wo hat ManCity noch Probleme?

Unklar ist noch, wie sehr es ManCity geschwächt hat, dass Aguero nicht mehr da, vor allem aber, dass Harry Kane (und auch Cristiano Ronaldo) nicht gekommen ist. Zuletzt setzte Guardiola auf Flügelstürmer Ferran Torres als Nummer 9, der in dieser Rolle immerhin gute Ansätze zeigte. Der 21-jährige Deutschland-Schreck (Stichwort 6:0) ist der Einzige bei ManCity mit mehr als einem Saisontor (zwei). Insgesamt waren für die elf Treffer neun Spieler verantwortlich - womöglich schon ein Hinweis darauf, dass das Toreschießen in dieser Saison auf viele Schultern verteilt bleibt.

Was die Leipziger in ihrer Vorbereitung sicher besonders begutachten werden, ist ManCitys Verhalten bei Kontern. Leicester brach am Samstag dreimal gefährlich über die Seite von Linksverteidiger Joao Cancelo durch (u.a. Latte und Abseitstor), der sich gewohnt intensiv ins Offensivspiel einschaltete, aber nicht immer optimal abgesichert wurde. ManCitys hochstehende Abwehrkette kann Gegner erdrücken, aber hin und wieder auch einladen.

Welcher Spieler steht besonders im Fokus?

Die Überraschung der ersten Wochen ist vielleicht Bernardo Silva. Der Portugiese wollte nach einer holprigen Vorsaison eigentlich weg, blieb dann doch und ist auf einmal links in der Mittelfeldreihe gesetzt. "Wir sind froh, dass er geblieben ist", sagte Guardiola nach dem Leicester-Spiel über seinen Torschützen, der inzwischen so klingt: "Ich liebe den Klub, ich liebe meine Teamkollegen, ich liebe den Fußball hier."

Unser schwerstes Gruppenspiel wird das erste gegen Leipzig.

Pep Guardiola

Ob er so auch noch denkt, wenn er mal wieder auf die Bank muss? Als Guardiola im Sommer sagte, es gebe in seinem Luxuskader Spieler, "die verstehen müssen, dass sie nicht bleiben können, wenn sie jedes Spiel machen wollen", war das besonders als Hinweis für Bernardo Silva verstanden worden.

Was sagt Pep Guardiola?

Der Trainer hat sich festgelegt: "Unser schwerstes Gruppenspiel wird das erste gegen Leipzig", sagte Guardiola am Wochenende überraschend, "das ist das wichtigste in der Gruppenphase." Über Paris St. Germain, dem aufgerüsteten zweiten Champions-League-Gegner um Ex-Schützling Lionel Messi, habe er "noch keine Sekunde nachgedacht". Dass Leipzig einige Leistungsträger inklusive Trainer verloren hat und mit drei Punkten Bundesliga-Zwölfter ist, ändert daran nichts: "Ich kenne ihren Rhythmus, ihre Qualität, ihr Tempo", so Guardiola. "Das wird ein guter Test."

jpe

Was ist drin für Bayern, BVB & Co.? Die Chancen der Bundesligisten in der Champions League