Bundesliga

Augsburg: Gruezo fährt heim, Gumny hofft, Vargas voll dabei

Nach der WM: Individueller Urlaub für Trio

Gruezo fährt heim, Gumny hofft, Vargas voll dabei

Augsburgs Ruben Vargas steht mit der Schweiz vor dem Achtelfinaleinzug.

Augsburgs Ruben Vargas steht mit der Schweiz vor dem Achtelfinaleinzug. IMAGO/Sven Simon

Kaum hatte die Weltmeisterschaft in Katar für Carlos Gruezo richtig begonnen, war sie auch schon wieder vorbei. Zur Erinnerung: Am letzten Bundesligaspieltag vor der Abreise ins Emirat verletzte sich der Ecuadorianer in Diensten des FC Augsburg beim 0:1 gegen den VfL Bochum am hinteren Oberschenkel. Zunächst schien der Traum des 27-Jährigen von seiner zweiten WM-Teilnahme geplatzt. Doch die Verletzung stellte sich als nicht so schwerwiegend heraus, Gruezo konnte fliegen. Allerdings verpasste der defensive Mittelfeldspieler die beiden ersten Partien gegen Katar (2:0) und die Niederlande (1:1), er saß auf der Bank. Im dritten und entscheidenden Gruppenspiel gegen den Senegal durfte Gruezo beginnen, doch nach 45 schwachen Minuten kam die Auswechslung. Gruezo zeigte keine Präsenz, ließ sich überlaufen und war am Ende der Aufgabe nicht gewachsen. Nach der Halbzeitpause musste Gruezo tatenlos von draußen mit ansehen, wie Ecuador mit 1:2 verlor und damit vorzeitig ausschied.

Gumny bisher außen vor

Zuschauen muss auch Robert Gumny, Gruezos Mannschaftskollege aus Augsburg. Der 24-jährige Rechtsverteidiger reiste mit der Erfahrung von fünf Länderspielen nach Katar, ist aber im Kader Polens nur ein Ergänzungsspieler bzw. Reservist. Nach dem 0:2 gegen Argentinien wartet er weiter auf seine ersten WM-Minuten, darf diesbezüglich immerhin aufs Achtelfinale gegen Frankreich hoffen.

Am besten aus dem Augsburger WM-Trio läuft die WM bislang für Ruben Vargas. Etwas überraschend durfte der 24-Jährige zweimal auf der offensiven Außenbahn für die Schweiz beginnen und enttäuschte dabei nicht (kicker-Notenschnitt 3,5). Dabei hatte die Angst um eine Verletzung Vargas in den letzten Tagen vor der WM deutlich gehemmt. Gegen Bochum wechselte ihn Trainer Enrico Maaßen erst ein - und dann wieder aus (kicker-Note 6). Nun hat er jedoch die berechtigte Hoffnung, länger im Turnier zu bleiben: Vermutlich reicht der Schweiz für den Einzug ins Achtelfinale am Freitag bereits ein Unentschieden gegen Serbien. Nur falls Kamerun gegen Brasilien gewinnen sollte, müsste Vargas zu rechnen beginnen.

Das Augsburger Trio muss nicht am kommenden Montag erscheinen, wenn das Team von Enrico Maaßen die Arbeit für zwei Wochen wieder aufnimmt - es bekommt nach seinem Turnier-Aus zusätzlichen, individuellen Urlaub, der sich danach richtet, wie lange Gruezo, Gumny und Vargas bei der WM waren und wie viele Einsätze sie hatten.

Frank Linkesch

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