Bundesliga

Gründe für Bayerns Dominanz? "Sommer 2012 war entscheidend"

kicker-Report über den FC Bayern nach neun Titeln in Serie

Gründe für Bayerns nationale Dominanz? "Der Sommer 2012 war entscheidend"

Abo in München: Die Schale geht seit neun Jahren zum FC Bayern.

Abo in München: Die Schale geht seit neun Jahren zum FC Bayern.

Nur die Bundesliga hatte von den fünf europäischen Topligen in den vergangenen neun Jahren immer denselben Meister. Italien kommt auf zwei verschiedene, Spanien und Frankreich auf drei, England gar auf fünf. Woran liegt dies? Einerseits an der wirtschaftlichen Übermacht der Münchner, gepaart mit sportlicher Kompetenz in der Führung und, daraus resultierend, einem exquisiten Kader. Andererseits aber auch an der Schwäche der Konkurrenz? Was haben die regelmäßigen Teilnahmen und die Einnahmen aus der Champions League damit zu tun? Und zu welchen Zeitpunkten hätte die Münchner Meisterdominanz unterbrochen werden können?

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Die Antworten liefert der große Report in der aktuellen Montagsausgabe (oder ab Sonntagabend im eMagazine) des kicker. Hier vorab einige Aussagen der Zeitzeugen und ihre Sicht auf die Münchner Dominanz:

Uli Hoeneß, Ehrenpräsident: "Wir haben große Kontinuität bei den Entscheidungsträgern. Dazu kam der Mut, auch dann Geld in die Hand zu nehmen, wenn es mal nicht so lief. Wir haben einen gesunden Mittelweg zwischen sportlichem Erfolg und wirtschaftlicher Vernunft gefunden, sind nie in Nöte geraten und verfügen über genügend Ressourcen für Investitionen."

Karl-Heinz Rummenigge, bis vergangenen Sommer Vorstandsboss: "Der Sommer 2012 war entscheidend, der Stachel saß tief (nach drei zweiten Plätzen, Anm. d. Red.). Der Verein befand sich in einer Krisensituation, und wir mussten handeln." Dazu kommt seiner Meinung nach die Auswahl bei den Trainern: "Mit van Gaal, Heynckes, Guardiola, Flick und Nagelsmann haben und hatten wir fünf Trainer in den letzten zwölf Jahren, mit denen es ausgezeichnet gepasst hat. Das gibt es in Europa, in dieser Qualität, kaum noch."

Herbert Hainer, Präsident: "Es gibt in Deutschland und vielleicht in Europa keinen zweiten Verein, bei dem es solchen Fußballsachverstand in der Führungsebene gibt - gepaart mit wirtschaftlicher Kompetenz. Auch der Aufsichtsrat hat immer eine wichtige Rolle gespielt. Dieses Gremium war immer mit absoluten Top-Leuten aus der Wirtschaft besetzt, die mit viel Weitsicht agieren."

Lothar Matthäus, Rekordnationalspieler und sieben Mal Meister mit den Bayern: "Würden Dortmund und Leipzig so gut arbeiten wie Mainz und Freiburg, dann hätten sie eine Chance. Geld allein ist es nicht." Seine These: "Solange Manuel Neuer, Thomas Müller und Robert Lewandowski spielen, wird es keinen anderen Meister geben."

In unserer Print-Ausgabe am Montag oder ab Sonntagabend im eMagazine lesen Sie den kompletten Report zur Dominanz des FC Bayern mit weiteren Aussagen von Hoeneß, Rummenigge, Hainer und Matthäus sowie die Texte zur aktuellen Lage der Münchner nach der Niederlage gegen Gladbach und zum weiteren Umgang mit den Corona-Schwierigkeiten.

Frank Linkesch