Eishockey

Philipp Grubauer und die Colorado Avalanche scheitern an Vegas

Colorado scheitert in den NHL-Play-offs

Grubauer in der Sommerpause: Vegas gewinnt viertes Spiel in Serie

Spiel sechs beantwortete alle offenen Fragen: William Carrier gegen Philipp Grubauer (re.).

Spiel sechs beantwortete alle offenen Fragen: William Carrier gegen Philipp Grubauer (re.). Getty Images

Zum Abschied klopfte Philipp Grubauer seinem Gegenüber Marc-Andre Fleury anerkennend auf die Brust und lief dann enttäuscht von Eis. Der Rosenheimer ist mit den Colorado Avalanche in den Play-offs an den Vegas Golden Knights gescheitert - und das trotz anfänglicher 2:0-Führung. Die Avs unterlagen am Donnerstagabend (Ortszeit) in Las Vegas mit 3:6 und damit in der umkämpften Serie 2:4.

Während Fleury mit 30 gehaltenen Schüssen und sensationellen Paraden vor allem im letzten Drittel großen Anteil am Erfolg seines Teams hatte, musste Grubauer mit ansehen, wie Max Pacioretty zum sechsten Tor für die Gastgeber traf, als Grubauer das Eis gerade verlassen hatte, um seinem Team eine Überzahl an Feldspielern zu ermöglichen. "Es ist einfach enttäuschend. Viele Jungs haben seit Jahren zusammengearbeitet hier", sagte Avalanche-Trainer Jared Bednar. "Wir haben es nicht auf die Reihe bekommen."

Corona erfordert frühes Duell

In der Hauptrunde hatten die Avalanche und die Golden Knights mit je 82 Punkten die beste Ausbeute aller Teams, trafen wegen der Sondersituation infolge der Corona-Pandemie aber schon in der zweiten Runde der Play-offs aufeinander. "Ich hatte das Gefühl, wir hatten das beste Team der Liga. Aber aus irgendeinem Grund haben wir es nicht hinbekommen", sagte Avalanche-Stürmer Nathan MacKinnon, der das Blitztor der Gäste durch Devon Toews nach 23 Sekunden mit einem pfeilschnellen Vorstoß vorbereitet und das enthusiastische Publikum in der Glücksspiel-Metropole erst einmal zum Schweigen gebracht hatte.

Doch Vegas antwortete schon in der 2. Minute durch Nick Holden, ehe sich ein offenes Spiel entwickelte, in dem Andre Burakovsky für Colorado zum 3:3 ausglich (37.). Es sollte das letzte Avs-Tor in dieser Saison gewesen sein - Alex Pietrangelo (40.), William Carrier (52.9 und letztlich Pacioretty ins verwaiste Gästetor (57.) ließen die Golden Knights entscheidend davonziehen.

Die beste Saison seiner Karriere endete für Grubauer nun mit einer unerwartet frühen Enttäuschung. Er ist einer von drei nominierten NHL-Profis für die Auszeichnung zum besten Torwart der Saison. Ebenfalls nominiert ist Fleury.

Alle Deutschen raus

Und somit sind auch alle Deutschen raus aus den Stanley-Cup-Play-offs. Leon Draisaitl und Dominik Kahun waren mit den Edmonton Oilers ebenso in der ersten Runde ausgeschieden wie Nico Sturm mit den Minnesota Wild.

Die Halbfinals stehen damit fest. Die Golden Knights treffen auf die Montreal Canadiens, Titelverteidiger Tampa Bay Lightning bekommt es mit den New York Islanders zu tun.

aho/dpa

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