2. Bundesliga

VfL Osnabrück kassierte erste Saison-Niederlage gegen den 1. FC Nürnberg

VfL Osnabrück kassiert die erste Saison-Niederlage

Grote: "Das war ein rabenschwarzer Tag"

Gewann der deutlichen Pleite auch Positives ab: VfL-Trainer Marco Grote.

Gewann der deutlichen Pleite auch Positives ab: VfL-Trainer Marco Grote. Getty Images

Es passierte am 8. Spieltag: Osnabrück ging erstmals in dieser Zweitliga-Saison als Verlierer vom Platz. Beim 1:4 gegen den 1. FC Nürnberg am Montagabend gab es für den VfL nichts zu holen. Zwar baute Standard-Spezialist Sebastian Kerk seine Tore-Serie (vier Treffer in zwei Partien) mit einem verwandelten Foulelfmeter in der Nachspielzeit gegen seinen Ex-Verein aus (90.+4), doch war die Partie zu diesem Zeitpunkt längst verloren.

Satte sechs Punkte hatten die Lila-Weißen nach Rückständen zuvor bereits geholt, ausgerechnet gegen den Club, der bis dato nur eine von sieben Führungen über die Zeit retten konnte, gelang dies aber nicht. Am Ende stand eine "völlig verdiente" Niederlage, wie es Grote nannte.

2. Bundesliga - 8. Spieltag
2. Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Hamburger SV Hamburger SV
17
2
SpVgg Greuther Fürth SpVgg Greuther Fürth
15
3
SC Paderborn 07 SC Paderborn 07
14
VfL Osnabrück - Termine

Die zwei Wahrheiten

Dennoch sah Osnabrücks Trainer keinen Grund draufzuhauen. "Es gibt immer zwei Wahrheiten", zählte der Coach auf. "Zu der einen gehört, dass es ein rabenschwarzer Tag war. Aus dem Spiel heraus haben wir in der ersten Hälfte durch Kleinigkeiten, die sich summieren, dazu beigetragen, dass es so ein Tag wurde. Individuell und auch mannschaftlich sind wir nicht so in die Zweikämpfe gekommen, wir sind Stück für Stück passiver geworden. Das 0:1 und das schnelle 0:2 hatten schon eine Wirkung. Spätestens das 0:3 hatte dann eine nachvollziehbar erhebliche Wirkung und das Spiel war mehr oder weniger vorbei."

Die zweite Wahrheit fand Grote dann in den zweiten 45 Minuten. "Ich bin schon zufrieden damit, wie wir es dann in der zweiten Hälfte gemacht haben. Es war uns schon wichtig, noch einmal aufzustehen, unser VfL-Gesicht zu zeigen, sich zu wehren, weiterhin nach vorne zu spielen und Aktionen zu haben. Das können wir als Positives mitnehmen."

Grote sieht das Positive

Dass ein Comeback der Lila-Weißen dieses Mal ausblieb, wollte Grote nicht zu hoch hängen. "Irgendwann ist es für jede Mannschaft auf der Welt dann schwierig, so ein Ding noch zu drehen." Auch diesbezüglich fand der 48-Jährige noch die zweite Seite der Medaille: "Man kann zurückkommen auch dahingehend definieren, dass man noch einmal aufsteht und sich wehrt und dagegen geht und das nicht über sich ergehen lässt."

Mit dem VfL-Gesicht will Osnabrück nun am Millerntor antreten. Am Freitagabend ist um 18.30 Uhr (LIVE! bei kicker) Anpfiff gegen den FC St. Pauli.

cru

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