Bundesliga

Großkreutz: "Ich brenne auf das Spiel gegen den BVB"

VfB-Neuzugang über den Pokal und Stuttgarts Höhenflug

Großkreutz: "Ich brenne auf das Spiel gegen den BVB"

Fühlt sich gut aufgenommen beim VfB Stuttgart: Kevin Großkreutz (r., mit Filip Kostic).

Fühlt sich gut aufgenommen beim VfB Stuttgart: Kevin Großkreutz (r., mit Filip Kostic). imago

Als der VfB Stuttgart letztmals ein Pflichtspiel verlor, saß Kevin Großkreutz gebannt vor dem Fernseher. Es war am 29. November, der VfB spielte in Dortmund, und Großkreutz stand noch bei Galatasaray Istanbul unter Vertrag. "Ich habe gesehen, dass der VfB lange Zeit das Spiel offen halten konnte, obwohl es am Ende eine deutliche Niederlage gab", erinnert er sich nun, da er selbst das Trikot mit dem Brustring trägt - und am Dienstag (20.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) auf seine alte, einzige Liebe trifft: Im DFB-Pokal-Viertelfinale empfängt Stuttgart den BVB.

"Für mich persönlich ist es natürlich ein spezielles Gefühl, gegen den BVB aufzulaufen", sagte Großkreutz am Sonntag in Stuttgart. "Ich komme von dort und habe schon in der Jugend für den BVB gespielt. Ich brenne auf das Spiel und werde alles raushauen, damit wir die Überraschung schaffen."

Der Trainer stellt uns gut ein: auf uns und auf den Gegner.

Kevin Großkreutz über Jürgen Kramny

In Dortmund verlor der VfB damals mit 1:4, es war das erste Spiel unter Jürgen Kramny. Danach folgten zwei Remis - und fünf Siege hintereinander. "Dortmund hat ein Weltklasseteam. Nicht umsonst sind sie Zweiter", erklärt Großkreutz Dortmund zum Favoriten, "aber wir glauben an unsere Chance."

Was das Selbstvertrauen angeht, trifft der BVB schließlich auf eine völlig andere Mannschaft. Das hat mit den Siegen, aber auch mit Kramny zu tun. "Die jüngsten Erfolge sind das Ergebnis harter Arbeit und eines tollen Teamgeists", sagt Großkreutz. "Der Trainer stellt uns gut ein: auf uns und auf den Gegner."

"Klassenerhalt - von anderen Zielen sprechen wir nicht"

Großkreutz hat sich auf der rechten Abwehrseite auf Anhieb einen Stammplatz erarbeitet. Das Gefühl einer Niederlage kennt er noch nicht, nicht mal das eines Unentschiedens, was lange kein VfB-Neuzugang nach drei Spielen noch von sich behaupten konnte. Entsprechend positiv fällt sein Zwischenfazit aus: "Ich wurde super beim VfB aufgenommen und fühle mich in der Stadt und in der Arena super wohl."

Die Menschen in Stuttgart seien "herzlich und höflich", findet Großkreutz, er selbst, der mit dem BVB zweimal Meister und einmal Pokalsieger wurde, bleibt trotz des Höhenflugs bescheiden: "In der Liga geht es nach wie vor nur um den Klassenerhalt, von anderen Zielen sprechen wir nicht." Abgesehen von einem: Ins Halbfinale würden sie in Stuttgart schon ganz gerne einziehen. Großkreutz kündigt einen "mutigen Auftritt" an: "Wir wollen am Dienstag alles raushauen."

Verschmähte Liebe: Den großen Report über Kevin Großkreutz' Wiedersehen mit dem BVB lesen Sie am Montag im kicker!

jpe/gem

Bilder zur Partie Eintracht Frankfurt - VfB Stuttgart