Tennis

Große Geste: French-Open-Sieger Novak Djokovic beschenkt Kind

Serbe wird von jungem Fan "gecoacht"

Große Geste: French-Open-Sieger Djokovic beschenkt Kind

Eine besondere Ehre: Novak Djokovic beschenkt ein Kind.

Eine besondere Ehre: Novak Djokovic beschenkt ein Kind. Getty Images

Ein junger Fan hat das Herz von Novak Djokovic auf dem Weg zum Sieg im French-Open-Finale erobert. Der Serbe schenkte ihm daraufhin nach dem zweiten Triumph im Stade Roland Garros seinen Tennisschläger.

"Ich hatte ihn die ganze Zeit im Ohr. Er hat mir sogar Taktik-Tipps gegeben", sagte der Weltranglisten-Erste nach dem Endspiel gegen den Griechen Stefanos Tsitsipas, das Djokovic am Sonntag in Paris 6:7 (6:8), 2:6, 6:3, 6:2, 6:4 gewann.

"Er hat mich praktisch gecoacht", berichtete der 34-Jährige lächelnd nach seinem 19. Titel bei einem der vier Grand-Slam-Turniere. "Ich fand das sehr süß und sehr nett. Er war der Beste, um ihm den Schläger zu geben", erklärte der Familienvater. "Ich wollte ihm meine Dankbarkeit zeigen, weil er an mich geglaubt und mich die ganze Zeit unterstützt hat." Der kleine Fan, der in der Nähe der Spielerbänke saß, konnte sein Glück nicht fassen, nachdem ihm Djokovic seinen Schläger in die Hand gedrückt hatte, und hüpfte vor Freude herum.

Zum zweiten Mal nach 2016 durfte der 34-jährige Serbe im Übrigen an diesem Sonntag die Coupe des Mousquetaires entgegennehmen. Tennis-Legende Björn Borg - vor kurzem 65 Jahre alt geworden - überreichte ihm den Pokal. Ergriffen sang Djokovic bei der serbischen Nationalhymne mit. "Das ist ein Traum", sagte der Sieger und fügte mit Blick auf seine Box hinzu: "Die größte Motivation sind meine Frau und meine Kinder." Für Tsitsipas hatte er tröstende Worte übrig, die den 22-Jährige nach seinem ersten Grand-Slam-Finale nicht fröhlicher stimmen konnten. "Novak hat uns in den letzten Jahren gezeigt, was ein großer Champion ist. Hoffentlich kann ich einmal die Hälfte von dem erreichen", sagte Tsitsipas, der bei der Siegerehrung untröstlich und leer zwischen den Ex-Siegern Borg und Jim Courier stand. "Diese Jungs spielen zu sehen, ist unglaublich", sagte Borg nach dem großen Finale.

mag/dpa

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