2. Bundesliga

Große Erleichterung beim Club: "Die Jungs haben danach gelechzt"

Schäffler lobt sein Team: "Habe einen Willen gespürt"

Große Erleichterung beim Club: "Die Jungs haben danach gelechzt"

Der Knoten ist geplatzt: Der 1. FC Nürnberg schoss sich beim 4:1 in Osnabrück den Frust der vergangenen Wochen von der Seele.

Der Knoten ist geplatzt: Der 1. FC Nürnberg schoss sich beim 4:1 in Osnabrück den Frust der vergangenen Wochen von der Seele. imago images

Dass Nürnberg mit dem 4:1-Sieg auch für das Ende einer Osnabrücker Serie sorgte, dürfte im FCN-Lager eher zweitrangig gewesen sein. Denn viel wichtiger, als dem VfL die erste Niederlage der Saison zugefügt zu haben, wog bei den Franken die Erkenntnis, auch mal eine eigene Führung in einen Sieg ummünzen zu können. Nach zuvor fünf verspielten Führungen brachte der Club den Vorsprung an der Bremer Brücke erfolgreich über die Zeit.

Und wie! Denn als geeignetes Mittel gegen die Führungskrise erwies es sich, schnell auf 2:0 und 3:0 zu erhöhen. Alle drei Treffer fielen noch vor der Pause und legten letztlich den Grundstein für einen am Ende souveränen Sieg ohne das große Zittern am Ende. "Die Jungs haben nach so einem Erfolgserlebnis gelechzt", gab Trainer Robert Klauß bei "Sky" einen Einblick in das Innenleben seines Teams und wurde von seinen Spielern bestätigt: "Es tut einfach gut, auch mal so ein Spiel zu haben", sagte ein sichtlich gelöster Johannes Geis, der die Treffer zum 3:0 und 4:0 mit vorletzten Pässen eingeleitete hatte. "Wir haben die letzten Tage und Wochen viel auf die Mütze bekommen, auch teilweise zurecht."

Schäffler lobt die Einstellung

Wie es sein Team geschafft hat, die Serie von verspielten Führung zu sprengen, wusste Doppeltorschütze und Vorbereiter zum 3:0, Manuel Schäffler. Er hob "die Art und Weise, wie wir heute gespielt haben" hervor, "diese Basics, die wir auf den Platz gebracht haben. Wir haben die zweiten Bälle erobert, waren in den 50:50-Zweikämpfen der Sieger. Das war wichtig, um das Spiel in so eine Richtung zu lenken." Der entscheidende Faktor für ihn: "Ich habe heute einen Willen gespürt, egal in welcher Aktion - wenn wir Bälle erobert haben, wenn wir Bälle geblockt haben, wenn wir Bälle vorne attackiert haben. Es ist immer jemand da, es kommt immer jemand in den Zweikampf. Wenn du so was spürst, merkt das der Gegner. Das war ausschlaggebend."

Sich für eine kämpferisch derart überzeugende Leistung auch mit drei Punkten zu belohnen, sei "enorm wichtig", so Schäffler, "wir wollten den Bock unbedingt umschmeißen". Ähnlich formulierte es auch Kollege Geis: "Heute war es einfach perfekt, wir haben uns belohnt für die Arbeit." Und fügte an: "Wir können es ja."

Der Knotzen platzt - gerade rechtzeitig

Gerade rechtzeitig stellte der beinahe-Absteiger aus dem Sommer das in Osnabrück unter Beweis. Denn am Sonntag steht das Derby bei der SpVgg Greuther Fürth an. Nicht nur Klauß ("Die Freude ist extrem darauf, weil Fürth für mich aktuell die beste Mannschaft der Liga ist") freut sich bereits darauf. "Wenn du mit so einem Sieg nach Hause fährst und dann Derby hast, ist das natürlich unglaublich geil", frohlockte Schäffler, der Ex-Fürther Geis sprach gar vom "wichtigsten Spiel des Jahres" - und davon, den Sieg vom Montagabend "für die Fans vergolden" zu wollen.

psz