2. Bundesliga

Werder Bremens Sorgen um Groß und Toprak

Anfang erwartet "emotionales Spiel" in Dresden

Groß fehlt sechs bis acht Wochen, Toprak droht lange Pause

Fehlt seinem Team mehrere Wochen verletzt: Der Bremer Christian Groß (2. v. li.)

Fehlt seinem Team mehrere Wochen verletzt: Der Bremer Christian Groß (2. v. li.) imago images/Oliver Ruhnke

Auf der Pressekonferenz der Bremer am Freitag richtete sich der Blick nicht nur auf das anstehende Spiel in Dresden, sondern auch auf die Nachwehen des verlorenen Nordderbys gegen den Hamburger SV (0:2).

"Die Stimmung war nicht gut", berichtete Trainer Anfang vom Tag danach. Das habe einerseits an der Analyse gelegen, "die aufgrund der aufgezeigten Schläfrigkeit und Chancenverwertung hart ausfiel." Zudem verletzte sich Christian Groß, gegen den HSV noch Kapitän, im Training am Knie und musste unters Messer. 

Spielersteckbrief Toprak
Toprak

Toprak Ömer

Spielersteckbrief C. Groß
C. Groß

Groß Christian

Trainersteckbrief Anfang
Anfang

Anfang Markus

2. Bundesliga - 8. Spieltag
2. Bundesliga - Tabelle
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2
FC St. Pauli FC St. Pauli
16
3
1. FC Heidenheim 1. FC Heidenheim
15

Im November könnte Groß frühestens zurückkehren

"Die Operation ist gut gelaufen", sagte Anfang und wagte einen vorsichtigen Blick in die Zukunft. "Die Ausfallzeit wird sechs bis acht Wochen betragen. Nach der Länderspielpause im November könnte er wieder zur Verfügung stehen, aber bei derartigen Knieverletzungen müssen wir abwarten."

Ebenfalls ausfallen werden am Sonntag (13.30 Uhr, LIVE! bei kicker) Leonardo Bittencourt, Felix Agu und Ömer Toprak. Bei Letzterem rechnet Anfang mit einer längeren Ausfallzeit. "Bei Ömer ist es eher die Summe der Verletzungstage. Er war jetzt längere Zeit nicht richtig im Mannschaftstraining. Wenn wir mit ihm planen wollen, muss sein Fitnesszustand stimmen", so der Trainer. Die Wahrscheinlichkeit, dass es beim Defensivspieler, der mit Problemen in der Wadenmuskulatur zu kämpfen hat, länger dauern könnte, sei groß.

Als mögliche Optionen für die nach Groß' Ausfall vakante Sechserposition nannte Anfang Nicolai Rapp und Ilia Gruev. Milos Veljkovic oder Niclas Füllkrug werden die Kapitänsbinde gegen Dresden tragen.

Anfang: Emotionalität in Dresden kann Spieler pushen 

Die Sachsen finden sich nach zuletzt drei Niederlagen in Folge auf Rang zehn der Tabelle wieder, einen Zähler hinter Bremen. Unabhängig von der Form des Gegners erwartet Anfang eine besondere Atmosphäre im Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion. "In Dresden wird es ein emotionales Spiel, das ist dort in der Regel so", sagte Anfang, weiß aber: "Das muss nicht zwangsläufig in Aggression ausarten. Das kann dich auch positiv beeinflussen, dich pushen. Wir müssen konzentriert, handlungsorientiert bleiben - das hilft am meisten."

2G im Weserstadion - Fritz: "Unheimlich wichtig"

Dem Auswärtsspiel in Dresden folgt am nächsten Freitag die Partie der Bremer gegen Heidenheim im heimischen Weserstadion, wo zum ersten Mal die 2G-Regel angewandt wird, unter deren Anwendung wieder alle Plätze besetzt werden dürfen. Clemens Fritz, der Leiter Profifußball bei Werder, sagte hierzu am Freitag: "Ein volles Haus ist für uns aufgrund der Mehreinnahmen unheimlich wichtig. Wir können dadurch aber nicht plötzlich für Winter-Transfers aus dem Vollen schöpfen. Wenn wir reagieren müssen, sind wir auch ohne diese Einnahmen in der Lage dazu."

kon

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