Nationalelf

Grippe: Draxler steht Löw wohl nicht zur Verfügung

Der Bundestrainer warnt vor Polen - Schneiders Debüt

Grippe: Draxler steht Löw wohl nicht zur Verfügung

Ausfall: Schalkes Julian Draxler (li.) hat Bundestrainer Joachim Löw fürs Polenspiel abgesagt.

Ausfall: Schalkes Julian Draxler (li.) hat Bundestrainer Joachim Löw fürs Polenspiel abgesagt. picture alliance

Nach dem 2:1-Auftakterfolg in der EM-Qualifikationsgruppe D gegen Schottland sollen die nächsten Spiele gegen Polen und Irland der deutschen Elf ein kleines Punktepolster verschaffen. Bundestrainer Löw sieht die beiden kommenden Gegner auch als Anwärter auf Gruppenplatz eins.

"Sie sind Mitfavorit auf Platz eins, wie auch Irland", sagte der Bundestrainer bei der Zusammenkunft der deutschen Nationalmannschaft am heutigen Dienstag in Frankfurt über die Polen um Bayern-Star Robert Lewandowski.

Der Coach kann voraussichtlich nicht mit Schalkes Mittelfeldspieler Draxler planen, der aufgrund eines grippalen Infekts am Dienstag nicht zum Tross der Nationalelf stieß. Ob Draxler zu einem späteren Zeitpunkt nachreisen wird und ob er auch mit Blick auf das Spiel am kommenden Dienstagabend gegen Irland doch noch zum Einsatz kommen kann, wird von Tag zu Tag nach Rücksprache zwischen dem Spieler, der medizinischen Abteilung und der Sportlichen Leitung entschieden, wie der DFB wissen ließ.

Löw muss schon auf die verletzten Bastian Schweinsteiger, Sami Khedira, Benedikt Höwedes, Marco Reus und Mario Gomez verzichten. Das erste Training der Nationalelf fand dann auch nur mit 17 Spielern statt. Von den insgesamt 20 nominierten Akteuren fehlten bei der Übungseinheit am Dienstag Mesut Özil und André Schürrle, die laut DFB eine Regenerationseinheit im Teamhotel bestritten.

Bierhoff: "Wir werden jetzt noch mehr gejagt"

Bis Freitag bereiten Löw und sein neuer Assistenztrainer Thomas Schneider den Weltmeister in Frankfurt vor, dann steht die Reise zum Spiel am Samstag in Warschau (LIVE! ab 20.45 Uhr bei kicker.de) an. "Wir werden jetzt noch mehr gejagt. Polen ist ein unangenehmer Gegner, uns erwartet eine hitzige Atmosphäre", ergänzte Manager Oliver Bierhoff. Er betonte aber: "Für uns sind drei Punkte drin, die wollen wir auch holen."

Für Schneider, der erstmalig den zum Sportdirektor aufgerückten Hansi Flick ersetzt, sind die Partien in Warschau und drei Tage später in Gelsenkirchen gegen Irland schon "zwei Schlüsselspiele" auf dem Weg zur EM-Endrunde 2016 in Frankreich. "Wir wissen um die Situation, dass wir nicht alle Spieler zur Verfügung haben, einige ein bisschen müde sind. Andere aber sind in guter Form", erklärte Schneider: "Es ist unser Ziel, beide Spiele erfolgreich zu gestalten."