Bundesliga

Hoffenheim: Florian Grillitsch forciert Wechsel im Sommer

Österreicher forciert mit neuem Berater einen Wechsel im Sommer

Grillitsch sortiert sich neu

Alles deutet auf Abschied hin: Florian Grillitsch.

Alles deutet auf Abschied hin: Florian Grillitsch. Getty Images

Wer weiß, ob Florian Grillitsch noch in Hoffenheim wäre, hätte er sich nicht Anfang Januar mit dem Coronavirus infiziert. Mittlerweile ist der Österreicher wieder fit und arbeitet auf das Spiel am Samstag in Mainz und die Rückkehr in die Startelf der TSG hin. 14 Einsätze könnte der 26-Jährige seinen bislang 145 Pflichtspielen für Hoffenheim noch hinzufügen, dann ist Schluss im Kraichgau. Während immer mehr Kollegen ihre teils ebenfalls auslaufenden Verträge bei der TSG verlängern, nimmt der Abschied Grillitschs immer konkreter Formen an. Vor fünf Jahren war der Mittelfeldspieler ablösefrei aus Bremen gekommen, ablösefrei wird er auch weiterziehen.

Wohin genau ist noch offen, nach kicker-Informationen buhlen Klubs aus England und Italien um Österreichs 33-maligen Nationalspieler. Neben dem FC Arsenal und Newcastle United aus der Premier League sollen sich zuletzt aus Italien neben Neapel und Lazio Rom vor allem die AS Rom für Grillitsch interessieren. Ein sich abzeichnender Transfer zur AC Mailand war im Sommer auf der Zielgeraden gescheitert, weil sich die Parteien nicht über die Ablöse einigen konnten, Milan hatte dem Vernehmen nach inklusive etwaiger Boni knapp zehn Millionen Euro geboten.

Davon unbeeindruckt blieb Grillitsch ob als Schaltstation im Mittelfeld oder als Spieleröffner in einer Dreier-Abwehrkette Leistungsträger der TSG, ehe ihn Anfang Dezember eine Erkältung und zu Beginn des Jahres dann COVID-19 bremste. Unterdessen sortiert Grillitsch sein Umfeld neu und hat seine Berateragentur gewechselt von "Grass is Green" zu einem der weltweiten Branchenführer "ICM Stellar Sport" ("Sky" berichtete zuerst). Ein weiteres Indiz, dass Grillitsch alsbald auch sein Arbeitsumfeld wechseln wird und eine Entscheidung, an der womöglich auch Grillitschs Vater eine Rolle gespielt haben könnte, dessen Provisionsbeteiligungen bereits in der Vergangenheit immer wieder ein Thema waren und zuletzt auch öffentlich geworden sind.

Bis es soweit ist, will Grillitsch mit Hoffenheim noch einiges erreichen und helfen, dem Klub die vierte Qualifikation für einen europäischen Wettbewerb zu sichern.

Michael Pfeifer

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