Bundesliga

Borussia Mönchengladbach - Grifo und die beidseitige Unzufriedenheit

Operation bei Stindl gut verlaufen

Grifo und die beidseitige Unzufriedenheit

Vincenzo Grifo

Vincenzo Grifo wartet immer noch auf sein Premierentor im Gladbacher Trikot imago

Die Liste der Ausfälle ist wieder länger geworden. Auf insgesamt neun Profis muss Cheftrainer Dieter Hecking im Heimspiel gegen Freiburg verzichten. Neben den gelb-gesperrten Christoph Kramer, Denis Zakaria und Jannik Vestergaard fehlen verletzungsbedingt Kapitän Lars Stindl (Syndesmoseriss), Laszlo Benes (Platte im Mittelfuß wird entfernt), Fabian Johnson (Trainingsrückstand nach Rückenproblemen), Raul Bobadilla (Muskelfaserriss), Julio Villalba (Muskelbündelriss) und Mamadou Doucouré (Muskelteilriss im Oberschenkel).

Stindls Eingriff am lädierten Sprunggelenk fand indes am heutigen Vormittag statt; die Operation sei „erfolgreich und ohne Komplikationen“ verlaufen“, teilte die Borussia anschließend mit. "Ich habe trotz der vielen Ausfälle ein gutes Gefühl", sagte Hecking auf der Pressekonferenz am Donnerstag. "Jetzt erhalten eben andere Spieler die Chance zu zeigen, dass sie bereit sind. Wer das aber sein wird – warten wir es ab. Meine Überlegungen rund um die Aufstellung sind noch nicht abgeschlossen."

Spielersteckbrief Stindl
Stindl

Stindl Lars

Spielersteckbrief Grifo
Grifo

Grifo Vincenzo

Trainersteckbrief Hecking
Hecking

Hecking Dieter

In diesen Überlegungen spielt auch Vincenzo Grifo eine Rolle. Der Offensivspieler stand bis zum Sommer noch beim kommenden Gegner Freiburg unter Vertrag. Doch an die Top-Leistungen im Breisgau konnte Grifo im Gladbacher Trikot bisher nicht anknüpfen. Der 25-Jährige kommt in der Liga auf 16 Einsätze, die sich bei sieben Ein- und drei Auswechslungen allerdings schnell relativieren. Auf sein Premierentor wartet Grifo, der zuletzt nur selten zum Zug kam, zudem weiter. "Ich bin mit ihm momentan nicht hundertprozentig zufrieden. Das liegt an verschiedenen Sachen, darüber haben wir auch ein längeres Gespräch geführt. Er hat bis jetzt ein schwieriges Jahr", erklärte Hecking.

Dass auch Grifo selbst wenig Gefallen an der aktuellen Situation findet, weiß der Coach wiederum ebenfalls. "Es ist ja nachvollziehbar, dass beide Seiten nicht zufrieden sind. Bei beiden Parteien herrscht die Meinung vor: Es geht besser."

Könnte gerade ein Startelfeinsatz gegen den Ex-Klub helfen, den Knoten zu lösen? Oder wäre genau das Gegenteil der Fall? "Es gibt Beispiele, da geht so etwas gut. Es gibt aber auch andere Beispiele, da funktioniert es eben nicht", lässt sich Hecking bei seinen Planungen mit Grifo nicht in die Karten schauen. "Es ist noch offen, wie wir es am Samstag machen."

Ob mit oder ohne den Edeltechniker von Beginn an – die Ausrichtung für Samstag bleibt unverändert. Ein Sieg gegen Freiburg lautet das Ziel, um sich weiter im Rennen für Europa zu halten. Noch ist die Chance auf ein Happy End klein. Aber ihre eigenen Hausaufgaben wollen die Borussen wenigstens erledigen. "Erstmal wollen wir das Spiel gegen Freiburg gewinnen", sagte Hecking. "Und sollte uns das gelingen, haben wir vielleicht ein Endspiel beim Hamburger SV. Letztendlich sind wir davon abhängig, dass die anderen Mannschaften auch mitspielen. Wir haben es nicht selbst in der Hand."

Jan Lustig