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Griechenland: Schiedsrichter streiken nach Überfall auf Kollegen - Super League: Partien abgesagt!

Spieltag der Super League abgesagt

Griechenlands Schiedsrichter streiken nach Überfall auf Kollegen

In der griechischen Super League (hier eine Szene aus dem Spiel Olympiakos gegen Panathinaikos) ruht am Wochenende der Ball.

In der griechischen Super League (hier eine Szene aus dem Spiel Olympiakos gegen Panathinaikos) ruht am Wochenende der Ball. imago

Vermummte hatten am Mittwoch einen Schiedsrichter der Super League vor seinem Haus in der mittelgriechischen Stadt Larissa zusammengeschlagen. Mit dem Ausstand protestieren die griechischen Schiedsrichter gegen den gewalttätigen Übergriff auf einen ihrer Kollegen.

"Wir bringen damit unsere Empörung zum Ausdruck", hieß es unter anderem in einer Erklärung der Schiedsrichter, den sie an den Fußballverband schickte. Der Streik betreffe die Superliga.

Nach Krankenhausangaben war der Schiedsrichter bei dem Übergriff am Kopf und am Knie verletzt worden. Er wurde am Donnerstag aus dem Krankenhaus entlassen. Von den Tätern fehlt bislang jede Spur. Der griechische Fußballverband verurteile in einer Erklärung die "abscheuliche Tat". Auch die wichtigsten griechischen Klubs brachten ihr Entsetzen zum Ausdruck.

Der griechische Fußball wird seit Jahren von Ausschreitungen und Gewalt in und um die Fußballplätze überschattet. Dem griechischen Radiosender Sport-FM zufolge war es die 27. Attacke auf einen Schiedsrichter seit 2009. Die Superliga war bereits im März 2018 wegen Ausschreitungen vorübergehend unterbrochen worden.

ski/dpa