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Greifswalder FC: Roland Kroos verabschiedet sich von der Trainerbank

Oberliga NOFV-Nord

Greifswalder FC: Roland Kroos verabschiedet sich von der Trainerbank

Ein Bild, das es so in Zukunft nicht mehr geben wird: Roland Kroos mit Trainingsutensilien.

Ein Bild, das es so in Zukunft nicht mehr geben wird: Roland Kroos mit Trainingsutensilien. IMAGO / Philipp Weickert

Roland Kroos übernahm das Traineramt beim Greifswalder FC im Jahr 2017 und schaffte bereits in seiner ersten Saison den Aufstieg von der Verbands- in die Oberliga. In den folgenden drei Jahren etablierte er das Team in Deutschlands fünfthöchster Spielklasse und formte es zu einem Aufstiegskandidaten. Zweimal verpasste der Greifswalder FC unter seiner Leitung den Aufstieg in die Regionalliga nur knapp. Auf Platz zwei liegend, wurden die Spielzeiten jeweils abgebrochen, die Quotientenregelung entschied zum Nachteil des GFC. Insgesamt holte der Greifswalder FC mit Roland Kroos in 97 Pflichtspielen 68 Siege, 13 Unentschieden und verlor nur 16-mal.

"Wir wollen die Strukturen im Verein ganz neu aufstellen, und um die Ziele, die wir haben, zu erreichen, ist dieser Schritt notwendig. Als Sportdirektor hat man sehr viele Aufgaben. Das betrifft nicht nur das Scouting von Spielern. Man ist verantwortlich für die administrativen Angelegenheiten im Verein, hält Kontakt zu Beratungsagenturen und Sponsoren, ist das Bindeglied zwischen Trainern, Spielern, Vorstand und möglichen Investoren, beobachtet potenzielle Neuzugänge und führt Gespräche mit ihnen und verantwortet die Termingestaltung, was die Organisation von Trainingslagern angeht - um nur ein paar Aufgaben zu nennen", so Kroos über seine neue Aufgabe als Technischer Direktor: "Auf diesem Weg schaffen wir professionelle Strukturen für die geplante Ausgliederung. Daneben noch Trainer zu sein, ist zeitlich nur schwer möglich." Der bis 2023 laufende Vertrag von Roland Kroos wurde entsprechend der neuen Ordnung angepasst.

Mit Martin Schröder übernimmt "ein sehr motivierter Fachmann" das Amt des Cheftrainers, wie der GFC in seiner Meldung schreibt. Zwar ist der Greifswalder FC für den 41-Jährigen die erste Trainerstation im Herrenbereich, jedoch konnte er schon andernorts viele Erfahrungen sammeln: "Der zweifache Vater wurde in Stralsund geboren und hat sich über die Jahre ein gutes Netzwerk erarbeitet. So war er bereits beim Hamburger SV als Nachwuchs-Scout tätig und trainierte beim FC Hansa Rostock die U 14 und die U 15. Seit 2020 ist er beim Greifswalder FC tätig und konnte sein Fachwissen bei unserer U 19 in der kurzen Saison unter Beweis stellen", heißt es in der Meldung.

Die Jugend im Fokus

Schröders Ziel mit dem Greifswalder FC bleibt die Regionalliga: "Wir haben beim GFC in seinen Strukturen unglaubliches Potenzial. Ich glaube, dass der Verein das Zeug dazu hat, in der Regionalliga zu spielen. Das ist das übergeordnete Ziel und wird auch so bleiben." Welchen Kurs er fahren will, macht Schröder ebenfalls klar: "Ich sehe nach wie vor das Einbinden von eigenen Talenten in den Herrenbereich als die Königsdisziplin im Fußball. Gerade wenn man ein Projekt nachhaltig aufbauen will, dann sind junge Spieler aus dem eigenen Nachwuchs enorm wichtig, weil diese Spieler sich mit dem Verein identifizieren können."

Vom neuen Trainer hat der alte eine hohe Meinung: "Er ist ein junger Trainer, der sich noch sehr gut weiterentwickeln kann, aber auch bereits viel Potenzial mitbringt. Man muss jungen Leuten auch die Chance geben, sich auf der Position als erster Trainer zu beweisen", so Kroos über seinen Nachfolger.

PM/jam

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