Bundesliga

Gravenberch bestätigt Bayern-Interesse - Ajax-Gespräche "gestoppt"

Mittelfeldtalent widerspricht van Gaal

Gravenberch bestätigt Bayern-Interesse - Ajax-Gespräche "gestoppt"

Diese Woche "nur" bei der niederländischen U 21: Ryan Gravenberch.

Diese Woche "nur" bei der niederländischen U 21: Ryan Gravenberch. Getty Images

Dass Ryan Gravenberch Ajax Amsterdam im Sommer nach zwölf Jahren verlässt, wird immer wahrscheinlicher. "Die Vertragsverhandlungen wurden gestoppt", verriet das 19 Jahre junge Eigengewächs beim niederländischen Sender NOS. "Ich habe nur noch ein Jahr Vertrag, und das war's tatsächlich."

Dass er noch bis 2023 bleibt, ist allerdings kaum eine Option: Einen ablösefreien Abschied hatte er selbst bereits ausgeschlossen, und auch Ajax dürfte andere Vorstellungen haben - zumal es ausreichend potente Interessenten zu geben scheint.

Dass auch der FC Bayern dazugehört, weiß Gravenberch selbst. "Natürlich" habe er das mitbekommen, erklärte er. "Es gibt Interesse von den Bayern, aber ich denke, es gibt mehrere Klubs." Zuletzt hatte "De Telegraaf" berichtet, die Bayern hätten bei Ajax bereits ein Angebot über 25 Millionen Euro hinterlegt.

Van Gaal verzichtet auf Gravenberch - und stößt auf Widerspruch

All das liege aber in den Händen seines Vaters und seines Beraters Mino Raiola, so Gravenberch, er selbst wolle sich "nur auf Fußball konzentrieren". Schließlich läuft es auf dem Rasen gerade nicht ganz rund für das Mittelfeldtalent.

Bondscoach Louis van Gaal hatte Gravenberch (zehn A-Länderspiele, ein Tor) nicht für die Testspiele gegen Dänemark (Samstag) und Deutschland (Dienstag, jeweils 20.45 Uhr, LIVE! bei kicker) nominiert und stattdessen nach eineinhalb Jahren zur niederländischen U 21 geschickt. Begründung: Gravenberch mache gerade eine "sehr schlechte Phase" durch.

Dem will der Herabgestufte nicht zustimmen. Seit der Winterpause sei seine Formkurve wieder gestiegen, findet Gravenberch. Zuletzt hatte er sich nach seiner Corona-Infektion im Februar und drei Jokereinsätzen bei Ajax zurück in die Startelf gekämpft und auch beim Champions-League-Aus gegen Benfica (0:1) durchgespielt.

"Natürlich spielst du lieber für die erste Mannschaft von Oranje", sagt er. An van Gaals Entscheidung habe er deswegen zunächst zu knabbern gehabt. "Aber jetzt habe ich den Schalter umgelegt."

jpe

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