Bundesliga

TSG Hoffenheim: Graspapier, Becher und über 20 Millionen

TSG Hoffenheim: Neuer Stadionname

Graspapier, Becher und über 20 Millionen

Neuer Schriftzug: Die TSG Hoffenheim spielt künftig in der PreZero-Arena.

Neuer Schriftzug: Die TSG Hoffenheim spielt künftig in der PreZero-Arena. TSG Hoffenheim

Erstmals am Freitagabend gegen den FC Bayern (20.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) wird der Name des Nachfolgers von Solarenergie-Dienstleister Wirsol auf der Front des Stadions stehen. Auf fünf Jahre ist die Partnerschaft ausgelegt und beinhaltet eine Option auf weitere fünf Jahre. Das erklärte Dr. Peter Görlich am Mittwoch im Bauch der Arena bei der offiziellen Präsentation. Den finanziellen Umfang will der TSG-Geschäftsführer ("äußerst attraktive Bedingungen") nicht konkretisieren, doch er soll sich dem Vernehmen nach bei jährlich rund 4,5 Millionen Euro pro Jahr bewegen. Ergo beliefe sich der Gesamtumfang auch ohne das Ziehen der Option bei 22,5 Millionen. Das ist im Ligavergleich oberes Drittel und korrespondiert mit der Größe des neuen Namensgebers der 30.150 Zuschauer fassenden Arena.

Autogrammkarten der Spieler auf Graspapier

Denn der gehört zur GreenCycle GmbH. Das Entsorgungsunternehmen wiederum ist Teil der Schwarz-Gruppe aus Neckarsulm, dem größten Handelskonzern Europas (Lidl, Kaufland), der seinen Umsatz (2017: 96,9 Mrd. Euro) im nun zu Ende gehenden Geschäftsjahr 2018 auf über 100 Milliarden Euro anheben will. Der Jahresumsatz von PreZero, der in der Schwarz-Konzernbilanz aufgeht, liegt nach Dietmar Böhms Angaben bei über 500 Millionen Euro. Böhm, Geschäftsleiter des Unternehmens, kündigte schon für das Duell mit dem Rekordmeister neue, recycelbare Becher für Heißgetränke an. Zudem werden künftig die Autogrammkarten der Spieler auf Graspapier gedruckt, das wiederum aus dem in der Arena anfallenden Rasenschnitt produziert wird. Das konkretisiert die Idee der auf Ressourcenschonung angelegten Partnerschaft, die "das ein oder andere im Bereich unserer gesellschaftlichen Verantwortung nach vorne tragen wird" (Görlich) und "Ökonomie und Ökologie miteinander verbinden soll" (Böhm).

BH

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