Bundesliga

Grammozis: "Können keine Wunderdinge in zwei Tagen bewirken"

Schalke offenbart Kräfteproblem im Kellerduell

Grammozis: "Können keine Wunderdinge in zwei Tagen bewirken"

Alles Kopfsache? Dimitrios Grammozis spielte mit Schalke bei seinem Debüt remis.

Alles Kopfsache? Dimitrios Grammozis spielte mit Schalke bei seinem Debüt remis. Getty Images

"Die wenigen Chancen von uns waren schon von guter Qualität", spielte Grammozis auf eine gute Kopfballgelegenheit von Shkodran Mustafi nach knapp 20 Minuten an, der noch ein platzierter Schuss von Suat Serdar schon in der Schlussphase der Partie gefolgt war, den der Mainzer Keeper Robin Zentner parierte. Doch das war es in der Offensive auch schon in Sachen Schalker Torgefahr gegen den Vorletzten, der gerade nach der Pause deutlich mehr Spielanteile besaß. Das Schussverhältnis von 2:19 aus Sicht der Königsblauen sprach Bände über die Spielanteile vor allem in der zweiten Hälfte.

Kolasinac: "War eine ungewohnte Rolle"

Grammozis hatte sein Team mit einer defensiven Dreierkette auflaufen lassen - und einer neuen Rolle für Sead Kolasinac auf der Sechserposition, anstatt auf der für ihn gewohnten linken Außenbahn. "Wir hatten einen Tag Zeit, uns auf die Systemänderung einzustellen. Es war eine ungewohnte Rolle, der Trainer wollte mich auf der Position aufstellen, ich habe es gestern erstmals trainiert, es ist ein bisschen anders als außen. Ich habe das Beste versucht", meinte der 27-Jährige, der schon ab der 9. Minute nach einem Foul mit der Gelben Karte belastet war. Auch wenn die Einstellung gestimmt habe, sei der eine Punkt letztlich "zu wenig", befand Kolasinac zudem.

Sorgen dürfte Grammozis und seinem Team auch bereiten, dass schon Mitte der zweiten Hälfte einige Spieler erkennbar müde wirkten, einige sogar mit Krämpfen zu tun hatten. Das Verletzungspech war S04 ohnehin bereits vor der Partie treu geblieben, weil Amine Harit beim Warmmachen mit muskulären Problemen hatte abbrechen müssen und nicht wie geplant spielen konnte. Can Bozdogan rutschte kurzfristig in die Startelf, nach der Pause setzte Grammozis dann auf den defensiveren Routinier Benjamin Stambouli.

Grammozis: Leere Akkus bei manchem Spieler

"Ich habe schon gemerkt, dass beim einen oder anderen der Akku leer war. Dass auch das Selbstvertrauen am Ende nicht so da war wie vielleicht bei Mainz, ist aufgrund der Situation auch klar. Wir können keine Wunderdinge in zwei Tagen bewirken, aber ich habe ein gutes Gefühl, dass wir mit den Jungs gut weiterarbeiten können", sagte Grammozis zu den nachlassenden Kräften seines Teams, das sich allerdings dennoch bis zum Schluss gegen die Mainzer Angriffe stemmte.

Auch Serdar schätzte die Situation und den Zustand seines Teams realistisch ein: "Jeder kennt die Tabelle, wir hätten drei Punkte gebraucht. Positiv ist, dass wir seit längerem wieder zu null gespielt haben. Und der Trainer wird mit uns jetzt daran arbeiten, dass wir in den letzten Minuten ein bisschen besser aussehen."

jom