DFB-Pokal

Grammozis' Herausforderung: Rotieren ohne Qualitätsverlust

Schalke am Dienstag gegen 1860 München

Grammozis' Herausforderung: Rotieren ohne Qualitätsverlust

Dimitrios Grammozis könnte Torwart Ralf Fährmann in die Startelf befördern.

Dimitrios Grammozis könnte Torwart Ralf Fährmann in die Startelf befördern. imago images/Team 2

Englische Wochen sollte man als Profimannschaft locker verkraften können, bei den Schalkern ist das aber einfacher gesagt, als getan. Der Kader ist nicht allzu breit, hinzu kommt, dass sich ein Großteil der bisherigen Reservisten noch nicht nachhaltig genug aufdrängen konnte. So war die Startelf in der Liga zuletzt weitgehend in Stein gemeißelt. Das schlaucht natürlich - und wenn dann auch noch Verletzungen hinzukommen, stößt Dimitrios Grammozis bei der Zusammenstellung seiner Formation schnell an Grenzen.

Da der Terminkalender mit drei Pflichtspielen in sechs Tagen so eng getaktet ist wie noch nie in der bisherigen Saison des FC Schalke, scheint in der zweiten Pokalrunde gegen 1860 München am Dienstag (18.30 Uhr, LIVE! bei kicker) der Zeitpunkt günstig, um zu rotieren. Grammozis plant ein paar Veränderungen (der kicker berichtete), zu konkreten Personalien wollte sich der Trainer am Montag aber "nicht äußern". Fakt ist: Er steht vor der Herausforderung, die Mannschaft zu verändern, ohne ihr Qualität zu nehmen.

Fährmann statt Fraisl?

Die Schalker beschäftigen sich mit dem Gedanken, Martin Fraisl eine Pause zu gönnen und stattdessen Ralf Fährmann gegen 1860 zwischen die Pfosten zu stellen. Hoffnung auf einen Startelfeinsatz als Feldspieler machen sich vor allem Darko Churlinov, Timo Becker, Henning Matriciani, Florian Flick, Marc Rzatkowski und Marvin Pieringer.

Blendi Idrizi und Danny Latza gehörten beim 3:0 gegen Dynamo Dresden nach mehreren Wochen Verletzungspause erstmals wieder zum Aufgebot - Kapitän Latza wurde sogar eingewechselt und holte unter anderem die Ecke heraus, die zum 2:0 führte. Auch er ist gegen 1860 ein Kandidat für die Startelf, wenngleich er dann sicher noch keine 90 Minuten durchspielen wird.

Latza könnte Dominick Drexler ersetzen. Nach genähter Risswunde an der Achillessehne verläuft die Wundheilung zwar zufriedenstellend, wahrscheinlich jedoch wird Drexler auch in München noch pausieren.

"1860 ist kein No-Name, sondern immer noch ein großer Tanker"

Nach sechs Siegen in den vergangenen sieben Spielen, davon viermal ohne Gegentor, müssen die Schalker beweisen, dass sie ihre Konzentration und Konstanz auch gegen einen Drittligisten an den Tag legen können. "1860 ist kein No-Name, sondern immer noch ein großer Tanker", sagt Grammozis, der ankündigt: "Als Schalke 04 haben wir immer die Verpflichtung, uns gut zu präsentieren. Wir werden uns vorbereiten wie auf ein Meisterschaftsspiel."

Nach dem Spiel in der bayerischen Landeshauptstadt bleiben die Schalker vor Ort, um in Ruhe zu regenerieren. Erst am Donnerstag nach dem Frühstück geht die Reise weiter: in die Stadt des 1. FC Heidenheim, wo dann das Abschlusstraining vor der nächsten Herausforderung im Ligabetrieb am Freitag (18.30 Uhr, LIVE! bei kicker) geplant ist.

Toni Lieto

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