Bundesliga

Gosens: "Es war erst eine Woche, aber es fühlt sich an wie ein Jahr"

Unions Rekordtransfer spricht über seinen Wechsel und die neue Aufgabe in der Hauptstadt

Gosens: "Es war erst eine Woche, aber es fühlt sich an wie ein Jahr"

Lief am Wochenende erstmals für seinen neuen Verein auf: Unions Rekordtransfer Robin Gosens.

Lief am Wochenende erstmals für seinen neuen Verein auf: Unions Rekordtransfer Robin Gosens. IMAGO/Nordphoto

Seit einer Woche erst steht Robin Gosens beim 1. FC Union Berlin unter Vertrag. Am Samstag durfte der Neuzugang von Inter Mailand erstmalig Bundesliga-Luft schnuppern. Nun sprach er in Berlin erstmal in einer Medienrunde. Und zwar über folgende Themen.

…seine ersten Eindrücke: "Ich war direkt angesteckt von den Emotionen. Ich bin überragend aufgenommen worden, eigentlich von allen, die mit Union zu tun haben. Es war ein gigantischer Support. Und sportlich war es natürlich ein Wahnsinn, mit 4:1 zu starten. Es war erst eine Woche, aber es fühlt sich an wie ein Jahr."

…den Vergleich Serie A und Bundesliga: "Die Intensität ist höher. Hier ist das Spiel ist ein Stück wilder, nicht ganz so taktisch wie in Italien. Die Intensität ist höher. Ein hohes technisches Niveau, hohe Physis. Hier wird öfters mal ein langer Ball gespielt und das meine ich absolut nicht negativ. Da brauchen wir uns nicht vor Italien verstecken, im Gegenteil."

Gosens verspürt als Rekordtransfer Verantwortung

…die Gründe für den Wechsel: "Ich habe eine familiäre Situation, die nicht ganz einfach ist. Wir erwarten im November unser zweites Kind. Wir haben offen darüber gesprochen. Wollen wir oder wollen wir nicht. Und Oliver Ruhnert hat immer wieder angerufen, ist drangeblieben. Ich habe mich mit Rabea besprochen. Und sie hat dann das „Go" gegeben, weil die positiven Aspekte überwiegen.“

…seinen Status als Rekordtransfer: "Es macht was mit einem. In der Hinsicht, dass man eine große Verantwortung spürt. Man weiß, woher Union kommt. Man weiß, dass Union sich das alles erarbeitet hat. Und man weiß sicherlich, dass 15 Millionen Euro für Union jetzt kein Zuckerschlecken war. Das ist alles nur möglich gewesen, weil die Jungs hier in den letzten Jahren unfassbar gute Arbeit geleistet haben."

…seinen Konkurrenten Jerome Roussillon: "Ich habe Sonntag gesehen, was er leisten kann. Ich habe das aber auch schon in Wolfsburg gesehen. Er ist ein guter Spieler, der jetzt schon einige Jahre hier in der Bundesliga auf einem hohen Niveau spielt. Natürlich habe ich den Anspruch, hier auch zu spielen. Das verstecke ich auch nicht. Der Trainer entscheidet am Ende immer."

Jannis Klimburg

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