Bundesliga

Goretzkas unmissverständlicher Wunsch im Fall Alaba

Bayern-Profi scherzt wegen Schalke

Goretzkas unmissverständlicher Wunsch im Fall Alaba

"Möglichst schnell": Leon Goretzka (l.) hofft, dass der Poker um David Alabas Zukunft bald beendet ist.

"Möglichst schnell": Leon Goretzka (l.) hofft, dass der Poker um David Alabas Zukunft bald beendet ist. imago images

Klar, diese Frage zur aktuellen Aufgeregtheit beim und rund um den FC Bayern musste kommen. Leon Goretzka stellt ja den idealen Kronzeugen dar, er kann aus dem Innersten der Münchner Mannschaft berichten. Werden also die Triple-Gewinner 2020 von einem so brisanten Thema wie der noch immer nicht vollzogenen Vertragsverlängerung David Alabas (28) und der nun öffentlichen Auseinandersetzung darüber in der Kabine thematisiert?

Goretzkas Hoffnung bei Alaba - und ein Schalke-Foto

Nach einer beschwichtigenden Einleitung antwortet Goretzka konkret: "Natürlich würden wir uns alle wünschen, dass es da jetzt zu einer Einigung kommt. Und das möglichst schnell. Trotzdem ist jeder von uns in der Lage, das auszublenden." Die Leistung werde davon also nicht beeinträchtigt, den Disput zwischen dem Bayern-Ehrenpräsidenten Uli Hoeneß und der Partei Alaba lasse das Kollektiv nicht an sich heran, "dafür sind wir als Gemeinschaft viel zu stark, um uns davon ablenken zu lassen".

Die Konzentration gelte weiterhin voll und ganz dem Liga-Start an diesem Freitag gegen den FC Schalke 04 (20.30 Uhr, LIVE! bei kicker), Goretzkas vormaligen Verein (2013-2018), den er kürzlich im Test gegen seinen vorvormaligen Verein VfL Bochum (2001-2013) beobachtet hat. Er habe Trainer Hansi Flick anschließend "gleich ein Foto geschickt", um ihm anzudeuten, "dass ich schon mal die Analyse mache. Eigentlich kann ich jetzt auch die Besprechung machen, ich habe mir alles angeguckt, entsprechend gut sind wir vorbereitet." Goretzka verzieht kaum eine Miene, als er dieses Späßchen am Dienstag in München vorbringt.

"So leid mir das tut": Goretzkas Meinung zur Rückkehr der Zuschauer

Ganz ernst wird er, wenn es um die Rückkehr der Zuschauer in die Stadien geht. Ihm erscheint es "von der Logik her sinnvoll, dass man keine gleichen Lösungen für alle findet", sondern die Anzahl der zugelassenen Zuschauer von den regionalen Infektionszahlen abhängig mache. "Grundsätzlich sind wir aktuell in einer Phase, da die Infektionszahlen wieder sehr steigen", merkt Goretzka noch klug an.

"Da macht es wenig Sinn, Großveranstaltungen mit Tausenden von Menschen an einem kleinen Ort" - er meint Stadien - "zu machen - so leid mir das tut, auch für mich selbst", weil er selbstverständlich gerne vor Fans auftreten würde. Aber, so Goretzkas vernünftiges Fazit: "Die Gesundheit steht über allem. Dementsprechend müssen die Maßnahmen weiter so getroffen werden, dass diese Maxime weiter gilt."

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