Bundesliga

Goretzkas Abseitstor? Hoeneß: "Der Witz des Jahres"

Kovac spricht von einer "knappen, aber richtigen Entscheidung"

Goretzkas Abseitstor? Hoeneß: "Der Witz des Jahres"

Mit der Nasenspitze im Abseits? Nein, mit der Fußspitze - doch Uli Hoeneß (re.) regte sich gehörig auf.

Mit der Nasenspitze im Abseits? Nein, mit der Fußspitze - doch Uli Hoeneß (re.) regte sich gehörig auf. imago images

Was wäre gewesen, hätte Robert Lewandowski in diesem Augenblick den Fuß nicht ausgestreckt? Und was wäre gewesen, hätte der Angreifer des FC Bayern kurz vor Ende der regulären Spielzeit bei einem Freistoß nicht um Zentimeter am Pfosten vorbei, sondern ins Leipziger Tor geschossen? Dann, ja dann, davon ist auszugehen, wäre der FC Bayern jetzt deutscher Meister, obwohl der BVB 3:2 gegen Düsseldorf gewann.

Weil Schiedsrichter Manuel Gräfe Leon Goretzkas Treffer fünf Minuten nach der Pause aufgrund einer Abseitsstellung von Lewandowski aber nicht anerkannte und weil der Freistoß eben nicht zum Tor führte, wird der Titelträger erst in einer Woche ermittelt.

Zweifel, dass dieser FC Bayern heißt, hat Präsident Uli Hoeneß nicht. "Ich bin ganz entspannt", sagte er nach dem torlosen Remis in Leipzig, "wenn die Mannschaft so spielt wie heute, werden wir kein Problem kriegen. Ich werde wunderbar schlafen, weil ich weiß, dass, wenn sie so kämpfen und sich so reinhängen wie heute, sind wir am Samstag deutscher Meister." Dass die Münchner es nicht schon jetzt sind, war am Ende auch auf Goretzkas - wenngleich zu Recht - aberkanntes Tor zurückzuführen.

Der Videobeweis ist dafür da, klare Fehlentscheidungen zu korrigieren. Es war gleiche Höhe.

Bayern-Präsident Uli Hoeneß über das aberkannte Tor von Leon Goretzka

Spielbericht

Hoeneß sprach in diesem Zuge allerdings vom "sogenannten Abseits" und hielt den Eingriff des Videoassistenten für den "Witz des Jahres. Das war keine klare Fehlentscheidung. Der Videobeweis ist dafür da, klare Fehlentscheidungen zu korrigieren. Es war gleiche Höhe."

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Kovac: "Ich kann noch eine Woche warten"

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Kovac: "Eine knappe, aber richtige Entscheidung"

Trainer Niko Kovac hingegen nannte sich selbst "ein Freund vom Videobeweis". Im Falle Goretzka sei es zwar "eine knappe Entscheidung" gewesen, "aber eine richtige" - was auch die Fernsehbilder samt kalibrierter Abseitslinie belegten.

Dass sich der Videoschiedsrichter im Kölner Keller überhaupt mit dem Tor auseinandersetzte und Gräfe schließlich auf Lewandowskis Abseitsstellung hinwies, folgte bloß der gängigen Praxis, da jeder Treffer hinsichtlich seiner Rechtmäßigkeit untersucht wird.

lei

Bilder zur Partie RB Leipzig - Bayern München