Bundesliga

VfB Stuttgarts Gonzalez: Aus dem Flieger direkt in die Quarantäne

Stuttgarts verletzter Angreifer wird zurückerwartet

Gonzalez: Aus dem Flieger direkt in die Quarantäne

Wird am Dienstag in Stuttgart zurückerwartet: Nicolas Gonzalez.

Wird am Dienstag in Stuttgart zurückerwartet: Nicolas Gonzalez. imago images

Seine Bilder und Nachrichten in den sozialen Medien werden von den VfB-Fans regelrecht wie Wasser aufgesogen. Gut gelaunt zeigt sich der Stürmer am Meer, mit Freunden oder bei seinem Ex-Klub Argentinos Juniors. Ganz Stuttgart und seine Anhänger freuen sich auf die Rückkehr von Gonzalez, der sich gerade in dieser Saison zu einem wertvollen Leistungsträger entwickelt hat. Der Kurz- und Reha-Urlaub in der Heimat ist so gut wie beendet. Die Ausfallzeit des Argentiniers wird aber noch etwas dauern. Der Stürmer muss erst einmal in Quarantäne. Nicht allein, sondern gemeinsam mit einem aus der Heimat mitreisenden Physiotherapeuten.

Welchen Zeitraum Gonzalez, der nach seinem Muskelfaserriss im Oberschenkel noch nicht komplett wiederhergestellt ist, in der Isolation verbringen wird, ist offen. Von fünf bis zehn Tagen ist die Rede. Was angesichts der Gesamtkonstellation allerdings kein Problem darstellt. "Das ist sogar ganz gut so", erklärt Sven Misintat, "weil Nico in dieser Zeit vom Physio, der ebenfalls in Quarantäne ist, behandelt werden kann."

Spielersteckbrief Gonzalez
Gonzalez

Gonzalez Nicolas

Sobald der Stürmer aus der Quarantäne befreit wird und zur Mannschaft zurückkehren darf, soll sein persönlicher Betreuer wieder abreisen. Ein keineswegs neuartiges Reha-Modell. "Das ist in gemeinsamer Absprache geschehen und ist nichts ungewöhnliches", sagt der Sportdirektor. "Nico wird begleitet von einem Physiotherapeuten, der mit der argentinischen Nationalmannschaft zusammenarbeitet und ihn gut kennt. Das ist eine sehr gute Absprache und hat in der Vergangenheit schon gut funktioniert." Eine kurzzeitige Konstellation. "Das wird aber keine Dauerlösung sein."

Auch Wünsche der Nationalelf wurden berücksichtigt

Angesichts der Schwere der Muskelverletzung seien außergewöhnliche Wege sowieso immer erlaubt. "Wir sind immer offen für gute Lösungen, gerade in Zeiten von Corona, in denen die Jungs ihre Familien lange nicht sehen können", sagt Mislintat, der neben den positiven sozialen Effekten damit auch den Wünschen der Albiceleste entgegengekommen ist. "Argentinien will Nico gerne schon zu den Länderspielen haben, was uns auch Recht wäre, denn dann wäre er bald wieder fit." Sorgen bereiten die Planspiele der Argentinier keine. "Dass Nico für die Nationalmannschaft wichtig ist, sagt alles über seine Qualität aus."

George Moissidis

Zwei glatte Einser und drei Premieren: Die kicker-Elf des 23. Spieltags