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BVB - Mario Götze kritisiert Lucien Favre: "Das waren eher Ausreden"

PSV-Profi über die letzten beiden Jahre in Dortmund

Götze kritisiert Favre: "Das waren eher Ausreden"

Verstanden sich nicht wirklich: Mario Götze und Lucien Favre.

Verstanden sich nicht wirklich: Mario Götze und Lucien Favre. imago images

Den Spaß am Fußball hat Mario Götze nie verloren, "nicht am Spiel an sich". Doch nach seiner Rückkehr zu Borussia Dortmund entwickelten sich viele Dinge anders als geplant.

Götze ging 2016 vom FC Bayern wieder zum BVB, um die Champions League zu gewinnen. Deshalb sagte der WM-Finaltorschütze von 2014 auch Jürgen Klopp und dem FC Liverpool ab, trotz eines Treffens in England. "In der damaligen Situa­tion", verrät Götze im "11Freunde"-Interview, "schien mir die Wahrscheinlichkeit, mit Borussia mit­tel­fristig die Champions League zu gewinnen, deut­lich größer." Der Plan ging nicht auf.

"Dann nimmt mir das natür­lich die Freude an der Sache"

Stattdessen wechselte Dortmund mehrfach den Trainer, und unter Lucien Favre war Götze kaum noch gefragt. "Wenn ich wochen­lang nicht zum Ein­satz komme, hart trai­niere und trotzdem das Gefühl habe, keinen fairen Kon­kur­renz­kampf zu bekommen, nimmt mir das natür­lich die Freude an der Sache."

Aus Sicht des heute 28-Jährigen habe es beim BVB "keine Perfor­mance­kultur" gegeben, "die aus­schließ­lich auf Leistung aus­ge­legt war". Heißt: "Ich denke, dass die Leistung im Vor­der­grund stehen sollte und sich das dann in Ein­sätzen wider­spie­geln muss. Das war unter ihm am Ende leider nicht mehr der Fall."

Götze macht PSV-Zukunft an Schmidt fest

Favre habe Götze mitgeteilt, "dass er nicht glaubt, dass ich der Mann­schaft helfen kann und er keine Posi­tion für mich hat, was für mich grund­sätz­lich wenig Sinn gemacht hat und eher Aus­reden waren. Im End­ef­fekt muss er es entscheiden, auch wenn ich denke, dass meine Trainingsleistungen diesen Schluss nicht zuließen. Die Phase hat mich aber auch besser gemacht."

Im Sommer 2020 verließ er den BVB erneut, dieses Mal ablösefrei in Richtung Eindhoven, wo Götze seine Zukunft nun an die von Trainer Roger Schmidt knüpft, der ihn überhaupt erst geholt hatte. Der ehemalige Leverkusen-Coach hatte erst jüngst erklärt, mindestens auch die kommende Saison in Eindhoven verbringen zu wollen.

mkr

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