2. Bundesliga

Göttlich will im DFL-Präsidium Stimme der Zweitligisten sein

DFL-Generalversammlung: Carro tendiert zum Kandidatur-Verzicht

Göttlich will im DFL-Präsidium Stimme der Zweitligisten sein

St. Paulis Präsident Oke Göttlich will die Interessen der kleineren Klubs stärken.

St. Paulis Präsident Oke Göttlich will die Interessen der kleineren Klubs stärken. IMAGO/Zink

So kandidiert Leverkusens Geschäftsführer Fernando Carro bisher noch gegen seinen Gladbacher Kollegen Stephan Schippers um den Aufsichtsratsposten zur Benennung durch die Bundesliga-Teilversammlung. Nach kicker-Informationen tendiert Carro allerdings zum Verzicht.

Fritsch sollte breite Zustimmung finden

Die Posten im Aufsichtsrat sind umkämpft. Im Lager der Zweitligisten zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen ab zwischen Paderborns Ralf Huschen und Sandhausens Jürgen Machmeier. Auf der Kandidatenliste der Erstligavereine stehen Herthas Fredi Bobic und Kölns Christian Keller. Eine breite Zustimmung sollte Rüdiger Fritsch (Darmstadt) finden, der sich aus dem Präsidium zurückzieht, in den Aufsichtsrat wechseln möchte.

Für Fritsch zieht wohl Holger Schwiewagner (Fürth) ins Präsidium des DFL e. V. ein. Außerdem will Frankfurts Axel Hellmann Alexander Wehrle ersetzen, der im April zum Aufsichtsratsvorsitzenden der DFB GmbH & Co. KG berufen wurde. Unverändert bleiben für die nächsten drei Jahre die Posten der stellvertretenden Sprecher: Hans-Joachim Watzke (Dortmund) kandidiert als Einziger als 1. Stellvertretender Sprecher, Oliver Leki (Freiburg) als 2. Stellvertreter und Steffen Schneekloth (Kiel) als 3. Stellvertreter der Sprecherin des Präsidiums, Donata Hopfen. Für die zwei Personen, die von der Bundesliga-Teilversammlung gewählt werden, stellt sich neben Hellmann Bayerns Jan-Christian Dreesen zur Wahl. Das zweite Präsidiumsmitglied, gewählt von der Zweitliga-Teilversammlung, ist neben Schwiewagner Oke Göttlich (St. Pauli).

Göttlich: "Eine Allianz von etwas größeren Klubs"

Göttlich will die Interessen der Zweitligisten im Präsidium stärken. "Es zeichnet sich ab, dass das neue Präsidium eher eine Allianz von etwas größeren Klubs sein wird", sagte der Präsident des FC St. Pauli dem Hamburger Abendblatt. Sein Anliegen ist, "dass die beiden Vertreter der kleineren Klubs und der Zweiten Liga ihre Stimme sichtbar und hörbar einbringen, damit die mittleren und kleineren Vereine innerhalb der DFL nicht abgehängt werden".

Göttlich als Vertreter der Fans

Der 46-Jährige sieht sich zudem als Vertreter der Fans, die es bei Auswärtsfahrten zunehmend schwer hätten. "Betrachten wir Auswärtsfahrten inzwischen als hoch aufgerüstete Demo-Veranstaltungen oder als Ausflug von Bürgerinnen und Bürgern, die mal eine andere Stadt besuchen wollen und dabei auch noch ein Fußballspiel sehen? Derzeit ist die zweite Variante so gut wie nicht mehr organisiert möglich", sagte der St.-Pauli-Präsident. Es dürfe nicht zur Regel werden, als Auswärtsfan sofort in einen Kessel genommen und so ins Stadion geführt zu werden.

Nur kleine Veränderungen sind bei der Neubesetzung des Lizenzierungsausschusses zu erwarten. Dreesen soll erneut als Vorsitzender gewählt werden, Oliver Frankenbach (Frankfurt) und Thomas Treß (Dortmund) kandidieren als Stellvertretender Vorsitzender beziehungsweise einfaches Mitglied. Letzteres gilt auch für Christina Rühl-Hamers (Schalke), Gerrit Floruß (Heidenheim) und Dirk Weißert (Fürth).

Neben den Wahlen gilt es bei der Generalversammlung für ein Update zu den Plänen für Wachstum bei der Vermarktung zu sorgen, wobei noch keine Entscheidungen anstehen. Dabei prüft die DFL-Arbeitsgruppe "Zukunftsszenarien" auch den Einstieg von strategischen Partnern. Bis zum Jahresende soll eine Empfehlung vorliegen. "Klar ist, dass wir unseren eigenen Weg gehen, mit 50 + 1 und gemeinsam mit allen Mitgliedern", sagte Hopfen kürzlich im Interview mit der Süddeutschen Zeitung.

Ehrung verdienter Funktionsträger

Am Rande der Neuwahlen von Präsidium, Aufsichtsrat und Lizenzierungsausschuss dient die Generalversammlung auch zur Ehrung verdienter Funktionsträger: Am Mittwoch sollen Karl-Heinz Rummenigge (Bayern), Peter Peters (Ex-Schalke) und der ehemalige DFL-Geschäftsführer Christian Seifert zu DFL-Ehrenangehörigen ernannt werden. Bisher tragen diese Auszeichnung Franz Beckenbauer, Dr. Franz Böhmert, Helmut Hack, Wolfgang Holzhäuser, Gerhard Mayer-Vorfelder, Wilfried Straub und Harald Strutz.

Michael Ebert, mas

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