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Glücklicher Punkt für Südafrika

Druck auf Benins Trainer Fabisch

Glücklicher Punkt für Südafrika

Sorgte für Angolas Führung: ManU-Neuzugang Manucho.

Sorgte für Angolas Führung: ManU-Neuzugang Manucho. imago

Im ersten Durchgang verlief die Partie ansonsten weitgehend ereignisarm. Die beste Chance zum Ausgleich hatte in der 23. Minute der senegalesische Stürmer Mamadou Niang, der den Ball jedoch ganz knapp am linken Pfosten vorbei setzte. Besser machte es Moustapha Bayal Sall in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs: Nach einer missglückten Abwehraktion von Radhi Jaidi fackelte der Mittelfeldspieler vom AS Saint-Etienne nicht lange und glich zum 1:1 aus.

Nach der Pause blieben die Senegalesen am Drücker und hatten eine Reihe guter Chancen zur Führung. So verfehlte Niang in der 60. Minute nach Zuspiel von Frederic Mendy das Tor nur knapp. Nach 66 Minuten war es jedoch so weit: Diomansy Kamara nutzte eine unübersichtliche Situation und einen Fehler von Abwehrspieler Rahhouene Felhi, der den Ball unfreiwillig auflegte, zum 2:1.

Die Mannschaft von Roger Lemerre gab dennoch nicht auf und wurde mit dem Ausgleich in der 83. Minute belohnt: Mnari fing den Ball schon in der senegalesischen Hälfte ab und spielte quer auf Mejdi Traoui. Der Mittelfeldspieler vollendete mit einem schönen Schuss aus 25 Metern, der ins linke obere Eck einschlug. Bei diesem Resultat blieb es trotz Bemühungen beider Seiten bis zum Ende.

Südafrika rettet einen Punkt

Im zweiten Spiel der Gruppe D rettete WM-Gastgeber Südafrika gegen Angola dank einer starken Schlussphase noch einen Punkt. Nach einem mäßigen Auftakt mit leichten Vorteilen für Südafrika sorgte nach exakt einer halben Stunde Spielzeit ManU-Neuzugang Manucho für die Führung Angolas: Nach einer Flanke von Amado sprang der Stürmer in den Ball und köpfte unhaltbar für Südafrikas Keeper Josephs ein. Im Gegenzug hätte Bielefelds Zuma fast den Ausgleich markieren können, doch sein Kopfball ging deutlich neben das Tor.

Lange sah es so aus, als könnte Angola die knappe Führung bis zum Schlusspfiff verteidigen. Insbesondere der kurz nach der Pause eingewechselte Ze Kalanga sorgte für Wirbel im Strafraum der Südafrikaner und hatte nach gut einer Stunde die Vorentscheidung auf dem Fuß. Sein Schuss ging jedoch knapp rechts am Tor vorbei. In der Schlussphase schwanden den Angolanern jedoch zusehends die Kräfte. Zunächst hatten sie noch Glück, dass Schiedsrichter Koman Coulibaly einen von Manucho in höchster Not geklärten Schuss von Tsholofelo Modise vor der Linie sah. Doch wenige Minuten später ließ Brügges Elrio van Heerden mit einem Knaller aus 18 Metern ins rechte obere Ecke Angolas Keeper Joao Lama keine Abwehrmöglichkeit und erzielte den 1:1-Endstand (86.).

Fabisch unter Druck

Unterdessen hat sich Reinhard Fabisch, deutscher Trainer der Nationalmannschaft Benins, den Unmut der eigenen Anhänger zugezogen: Der Coach hatte seinen Spieler Mouritala Ogoubiyi wegen Undiszipliniertheiten suspendiert. Ogoubiyi hatte die traditionelle Übergabe der Landesflagge am Präsidenten-Palast im Vorfeld des Afrika-Cups geschwänzt und anschließend den Flieger nach Ghana verpasst. "Das hat das Fass zum Überlaufen gebracht", sagte Fabisch.

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Doch die eigenen Fans zeigten für die Maßnahme kein Verständnis: 600 Fans der "Eichhörnchen" versammelten sich am Mittwoch mit Plakaten vor dem Mannschaftshotel in Sekondi und skandierten: "Was zuviel ist, ist zuviel. Am Freitag gegen die Elfenbeinküste wollen wir Ogoubiyi auf dem Spielfeld sehen."

Der 57-jährige Fabisch hatte sogar mit Rücktritt gedroht, falls Verbandsfunktionäre oder der Sportminister die Rückkehr Ogoubiyis ins Aufgebot fordern würden. Das Auftaktspiel gegen Mali hatte Benin am Montag 0:1 verloren.

Fabisch kann sich zwar vorstellen, den Spieler wieder ins Aufgebot zu nehmen. Von einem möglichen Einsatz will er aber nichts wissen: "Er hat halt eine unheimliche Fangemeinde, aber es wäre verrückt, ihn in den Kader zu nehmen. Er ist seit sechs Wochen ohne Training, würde nicht mal fünf Minuten durchhalten."