2. Bundesliga

Robert Glatzel: 2:0 in Braunschweig "einfach glücklich"

HSV: Besonderer Dank an Heuer Fernandes

Glatzel nennt den Sieg "einfach glücklich" - Walter führt die Wende herbei

Durften sich am Ende freuen, aber waren nicht ganz zufrieden: Tim Walter (li.) und Robert Glatzel.

Durften sich am Ende freuen, aber waren nicht ganz zufrieden: Tim Walter (li.) und Robert Glatzel. IMAGO/Oliver Ruhnke

Zur Pause hätte der große Aufstiegsfavorit bei Aufsteiger Eintracht Braunschweig zurückliegen und wohl wenig dagegen einwenden können. Denn der HSV lief in viele Konter. Dass die Mannschaft von Tim Walter mit einem 0:0 in die Kabine ging, lag allen voran an Keeper Daniel Heuer Fernandes.

Glatzel bedankt sich nach der schwachen ersten Hälfte beim Keeper

"Wir können uns bei 'Ferro' bedanken, dass es da noch 0:0 steht", bilanzierte Doppeltorschütze Robert Glatzel nach dem 2:0 bei "Sky". Als "überhaupt nicht gut" bezeichnete der Angreifer die erste Hälfte und nannte allen voran die Konterabsicherung "richtig schlecht". "Gefühlt nach jedem Standard" seien die Hanseaten in Tempogegenstöße gelaufen. "Das müssen wir auf jeden Fall abstellen."

Die Eiseskälte der Hamburger führte am Ende bekanntlich dennoch zum Erfolg. Zusätzlich hatte auch Coach Walter etwas damit zu tun, in der Pause habe er "ein paar Worte" zum Geschehen im ersten Durchgang gefunden. "Und man hat gesehen, dass das dann gefruchtet hat."

… dann stehst du außen da und bist ratlos über das, was wir die letzten vier Wochen eigentlich so gemacht haben.

Tim Walter

Der Trainer erklärte die Partie aufgrund der Euphorie beim Aufsteiger für "unheimlich schwer". Zugleich stellte er eines klar: " Wenn du nicht schnell genug spielst, dich nicht gut bewegst, dein Restfeld nicht gut verteidigst - und das haben wir in der ersten Hälfte alles gemacht -, dann stehst du außen da und bist ratlos über das, was wir die letzten vier Wochen eigentlich so gemacht haben." Deswegen sei er angefressen gewesen und wütend Richtung Kabine marschiert.

Infolgedessen sei nach dem Wiederanpfiff aber einiges besser gelaufen. "Wir haben das Balltempo erhöht, sind mehr in die Box gekommen und haben mehr Abschlüsse gehabt", führte Walter an. Er musste aber auch zugeben, dass Braunschweig "immer gefährlich bei Kontern oder Standards" gewesen war.

Glatzel war derweil mit dem Spiel nach vorne insgesamt nicht zufrieden. Den Sieg nannte er "einfach glücklich" und sieht "viel harte Arbeit" auf den HSV zukommen. Walter bilanzierte dennoch: "Jetzt sind wir wieder da. Wir haben nur kurz gebraucht."

mje

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