Bundesliga

Oliver Glasner und Marco Rose: Das brisante Wiedersehen

Wolfsburg buhlte ebenfalls um den Gladbacher Trainer

Glasner und Rose: Das brisante Wiedersehen

Kennen sich aus der gemeinsamen Zeit in Österreich: Oliver Glasner und Marco Rose.

Kennen sich aus der gemeinsamen Zeit in Österreich: Oliver Glasner und Marco Rose. imago images

Die bisherige Bilanz ist ziemlich eindeutig. Achtmal trafen Wolfsburgs Coach Oliver Glasner und Gladbachs Trainer Marco Rose in der österreichischen Bundesliga bereits aufeinander, Glasner feierte mit Linz dabei nur einen Sieg gegen Roses Salzburger, die bei drei Unentschieden insgesamt vier Siege einfuhren. Und so wurde Roses RB im vergangenen Jahr auch Meister vor Glasners LASK - und beide Trainer spielten sich ins Visier deutscher Erstligisten.

Wolfsburg buhlte ebenfalls intensiv um die Dienste von Rose, der den Niedersachsen jedoch Ende März eine Absage erteilte und gleichzeitig dem VfL vom Niederrhein sein Ja-Wort gab. Wolfsburgs Geschäftsführer Jörg Schmadtke griff anschließend bei Glasner zu und widerspricht gegenüber dem kicker der Version, wonach Rose sein Wunschkandidat gewesen sei. Es habe sich bei Rose wie bei Glasner um eine "präferierte Nummer" gehandelt, mit beiden Fußballlehrern habe er gesprochen. Also kein Duell seiner B- mit der ursprünglichen A-Lösung? "So etwas", betont Schmadtke, "gibt es nicht."

"Dass auch Marco Rose ein Thema war in Wolfsburg, ist für mich überhaupt kein Problem"

Und so sieht auch Glasner, der bereits vor einigen Wochen locker mit diesem Thema umging ("Wenn's B wie besser ist, dann ist es okay..."), das Wiedersehen mit Trainerkollege Rose ganz entspannt. Im Gespräch mit dem kicker sagt der Österreicher: "Dass auch Marco Rose ein Thema war in Wolfsburg, ist für mich überhaupt kein Problem. Ich bin nicht der einzige Trainer auf der Welt. Es gibt kein Duell zwischen Oliver Glasner und Marco Rose, sondern zwischen Wolfsburg und Gladbach."

Trotz der vielen Duelle gegeneinander und Salzburg als einen gemeinsamen ehemaligen Arbeitgeber - auch Glasner war einst bei RB tätig - gibt es keinen engeren Draht zwischen den beiden Fußballlehrern. Der Wolfsburger sagt: "Wir hatten mit RB Salzburg zwar mal den selben Arbeitgeber, hatten aber keinerlei Schnittpunkte. Wir sind uns in den Spielen mit RB und dem LASK über den Weg gelaufen, hatten aber darüber hinaus keinen Kontakt."

Gladbach will Erster bleiben, Wolfsburg rankommen

Dennoch birgt das Wiedersehen am Sonntag eine gewisse persönliche Brisanz. Sportlich will Gladbach zudem seine Spitzenposition verteidigen, Wolfsburg möchte nach vier Pleiten in den vergangenen fünf Ligaspielen zurück in die Erfolgsspur. "Marco Rose hat die Spielanlage etwas verändert", sagt Glasner über den Gegner, "aber sie sind auch schlagbar, das hat zum Beispiel Union Berlin gezeigt. Auch wir wollen es ihnen so schwer wie möglich machen."

Die persönliche Bilanz spricht gegen Glasner, der mit Linz als ärgsten RB-Verfolger dennoch Großes geleistet hat. "Ich schon sehr zufrieden damit, wie nahe wir RB Salzburg mit dem LASK gekommen sind. Jetzt wollen wir auch wieder näher an Gladbach rankommen." Dazu benötigt er einen Sieg gegen Rose.

Thomas Hiete

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