Europa League

Oliver Glasner: Eintracht Frankfurt braucht "kühlen Kopf"

Frankfurt: Rode kehrt gegen Piräus zurück

Glasner: "Wir brauchen einen kühlen Kopf"

Will nicht alles in Frage stellen: Oliver Glasner.

Will nicht alles in Frage stellen: Oliver Glasner. picture alliance/dpa

Glasners Respekt vor dem griechischen Meister und Tabellenführer aus Piräus ist gewaltig. "Sie haben erst ein Gegentor aus dem Spiel heraus bekommen, alles andere waren Gegentore durch Standards. Das ist eine sehr gut organisierte Mannschaft, die immer wieder schnell umschaltet, aber auch in Ballbesitz gute Lösungen findet. Ich erwarte ein sehr schweres Spiel", analysiert der Coach.

Von seinen Profis erwartet er, auch nach möglichen Rückschlägen im Spiel die Ruhe zu bewahren - anders als zuletzt beim 1:2 gegen die Hertha. Glasner erläutert: "Der schnelle Rückstand führte dazu, dass wir hektisch wurden und ganz schnell den Ausgleich schießen wollten. Dadurch haben wir viele Fehler gemacht und wurden noch unsicherer. Wir brauchen einen kühlen Kopf und das Vertrauen in unsere Stärke. Dann wird das sicherlich über 90 Minuten ein Spiel auf Augenhöhe."

Wie umfangreich die Änderungen an der ersten Elf ausfallen werden, bleibt abzuwarten. Naheliegend wäre es, in der Offensive zuletzt enttäuschenden Sam Lammers, Jesper Lindström und Jens Petter Hauge durch Rafael Borré, Goncalo Paciencia und Daichi Kamada zu ersetzen. Wie die Defensive personell bestückt wird, hängt nicht zuletzt davon ab, ob Glasner auf eine Dreier- oder Viererkette baut.

Für den Trainer ist allerdings klar, dass er nicht plötzlich alles umwälzen wird: "Wichtig ist, nicht alles über Bord zu werfen und in Frage zu stellen. Es ist nicht so, dass wir jetzt alles auf null stellen und von vorne beginnen, sondern nach und nach die kleinen Rädchen im Offensivspiel und in der Absicherung justieren." Ob das zur Trendwende reicht, werden schon die Partien gegen Olympiakos und am Sonntag in Bochum zeigen. Eine deutliche Leistungssteigerung muss erfolgen, andernfalls drohen turbulente Zeiten im Stadtwald. Die kommenden zweieinhalb Wochen bis zur nächsten Länderspielpause könnten richtungsweisend für den weiteren Saisonverlauf sein.

Julian Franzke

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