Bundesliga

Glasner: "Wie können wir elf Punkte vor Dortmund sein?"

Wolfsburgs Trainer vor dem Aufeinandertreffen mit Landsmann Hütter

Glasner: "Wie können wir elf Punkte vor Dortmund sein?"

"Er ist ein super Kerl": Oliver Glasner schätzt seinen österreichischen Kollegen Adi Hütter.

"Er ist ein super Kerl": Oliver Glasner schätzt seinen österreichischen Kollegen Adi Hütter. Getty Images

"Sky Austria" bewirbt den kommenden Spieltag mit dem österreichischen Trainer-Duell, auch der ORF berichtet über Oliver Glasner und Adi Hütter, die in der deutschen Bundesliga "für Furore" sorgen. Was den Deutschen ein Premier-League-Duell zwischen Jürgen Klopp und Thomas Tuchel ist, das ist den Nachbarn aus Österreich das Aufeinandertreffen von Glasner und Hütter. Das Duo hat sich im Königsklassen-Bereich der Bundesliga festgesetzt und Mannschaften geformt, die nicht nur erfolgreichen, sondern auch noch besonders ansehnlichen Fußball bieten. "Er ist ein super Kerl", sagt der Wolfsburger über den Frankfurter, berichtet über gemeinsame Golfrunden ("Wir sind beide blutige Anfänger") bei einem Charity-Turnier und einen gelegentlichen Austausch. Jedoch: "Wir sind auch nicht so eng, dass wir in dieser Woche schon die Aufstellungen miteinander ausgetauscht haben."

Es geht schließlich um zu viel, um den Einzug in die Champions League. Wolfsburg hat mit vier Punkten auf Frankfurt die Nase aktuell vorn, dahinter hechelt Borussia Dortmund schon deutlich hinterher. Jener BVB, der unter der Woche einen starken Auftritt in der Königsklasse beim 1:2 bei Manchester City hinlegte. Glasner schaute sich das an und dachte sich: "Puh, wie können wir elf Punkte vor Dortmund sein, wenn die so spielen?" Für ihn ist das aber auch ein Beleg für die eigene Klasse. "Das zeigt, auf welchem Niveau wir über die ganze Saison spielen."

Heimstark trifft auf Auswärtsmacht

Die Wolfsburger Klasse soll auch Frankfurt zu spüren bekommen. Heimstark trifft auf Auswärtsmacht, die im eigenen Stadion in dieser Saison noch ungeschlagenen Hessen gegen die in der Fremde so starken Niedersachsen, die die vergangenen vier Spiele bei der Eintracht allesamt gewannen. "Irgendeine Serie wird reißen", sagt Glasner, der "ein richtig cooles Spiel" erwartet, "einen Schlagabtausch". Denn: "Laufmaschinen auf beiden Seiten, Pressingmaschinen auf beiden Seiten."

Der VfL-Trainer, der neben Admir Mehmedi (Wadenverletzung), Renato Steffen (Sprunggelenk) und Paulo Otavio (Rotsperre) auch Kapitän Josuha Guilavogui (Adduktorenzerrung) ersetzen muss, will in Frankfurt, wo Wolfsburg grundsätzlich schon mit einem Remis gut leben könnte, kein bisschen taktieren. "Wir gehen in jedes Spiel, um es zu gewinnen", unterstreicht Glasner gebetsmühlenartig. "Egal, ob es ein Aufsteiger oder der Champions-League-Sieger ist. Wir fahren auch nach Frankfurt und spielen dort auf Sieg."

Thomas Hiete