Bundesliga

Glasner und der Vertrag bis 2022

Der Wolfsburger Trainer verweist weiter auf sein Arbeitspapier

Glasner und der Vertrag bis 2022

Die Zukunft von Wolfsburgs Trainer Oliver Glasner ist weiter offen.

Die Zukunft von Wolfsburgs Trainer Oliver Glasner ist weiter offen. picture alliance

Oliver Glasner hat beim VfL Wolfsburg einen Vertrag bis 2022. Wer das bislang noch nicht wusste, der hat es am Donnerstag auf der Spieltags-Pressekonferenz des VfL Wolfsburg erfahren. Aus dem Mund des Trainers. "Das", so Glasner, "habe ich immer gesagt." Stimmt. Sätze wie "Natürlich bleibe ich beim VfL" oder "Ich freue mich auf die Champions League mit diesem Klub" kommen dem Österreicher aber weiterhin nicht über die Lippen. Muss er ja auch nicht sagen, ist ja eigentlich klar, schließlich hat er Vertrag.

Doch so unkompliziert ist die Lage nicht in Wolfsburg. Fast drängt sich der Eindruck auf, als würden sich da zwei Parteien belauern. Hier der Trainer und seine Interessenvertreter, da der Klub in Person von Geschäftsführer Jörg Schmadtke und Sportdirektor Marcel Schäfer. Wer zuckt zuerst? Wer macht den ersten Schritt in Richtung Trennung, was jedoch womöglich die Verhandlungsposition verschlechtern und Geld kosten würde?

"Jegliche Herausforderung, die sich uns stellt, werden wir lösen." Das sagt Schmadtke aktuell, vom "Wir gehen davon aus, dass wir in dieser Konstellation in die neue Saison gehen" hat sich der Manager längst verabschiedet. Wie beantwortet der Klub für sich die Trainerfrage, die er öffentlich freilich selbst gar nicht gestellt hat? Von einer Freistellung Glasners, einer einvernehmlichen Trennung bis zum Rücktritt des erfolgreichen Fußballlehrers erscheint alles möglich. Und selbst ein "Weiter so" kann nicht gänzlich ausgeschlossen werden, hat in dieser Saison schließlich vorzüglich funktioniert. So richtig vorstellbar ist dies angesichts des verbalen Slalomlaufs der Beteiligten und der bevorstehenden Herausforderungen in der neuen Saison allerdings kaum. Die Basis für eine gedeihliche Zusammenarbeit, das wissen alle, ist in den vergangenen Monaten enorm gebröckelt, und das auf sämtlichen Ebenen.

Gleichwohl, das betonte Glasner am Donnerstag, hat er in Absprache die Organisation der Sommerpause und des anschließenden Trainingsauftakts in die Hand genommen. "Am 1. Juli werden wir das erste Training am Platz abhalten." Das ist doch mal eine Ansage! Wenngleich nicht sonderlich überraschend. Schließlich läuft Glasners Vertrag bis 2022.

Thomas Hiete

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