Bundesliga

Oliver Glasner erkennt großes Manko bei Eintracht Frankfurt

SGE-Coach gibt Update zu Paciencia und Jakic

Glasner erkennt großes SGE-Manko: "Dann reicht's nicht"

Grund zur Aufregung: Oliver Glasner steht mit Eintracht Frankfurt nur auf Platz 15 der Bundesliga.

Grund zur Aufregung: Oliver Glasner steht mit Eintracht Frankfurt nur auf Platz 15 der Bundesliga. imago images/Eibner

Bereits Führungsspieler Sebastian Rode hatte klare Worte gefunden. "Wir haben den Kampf nicht so angenommen, wie wir es uns vorgenommen hatten", sagte der Mittelfeldspieler nach Abpfiff bei "DAZN". "Man sieht Bundesligafußball von Bochum gegen eine harmlose Eintracht."

Eine Einschätzung, die sein Trainer mit Blick auf die Statistiken zur verdienten Niederlage beim Aufsteiger durchaus teilte. "Wir haben am Ende 40 Prozent gewonnene Zweikämpfe, dann reicht's nicht", stellte er klar. Die Zahl "sagt viel aus", konstatierte der Österreicher weiter. "Da musst du durchsetzen, dass du Überzahlsituationen hast."

Platzverweis für Rexhbecaj? "Der Videoschiedsrichter hätte es sich anschauen können"

An der Einstellung seines Teams habe es jedenfalls nicht gelegen. "Die Jungs haben alles probiert", fand Glasner. "Wir hatten zwei verletzungsbedingte Wechsel in der ersten Hälfte, das hat uns in unseren Möglichkeiten eingeengt." Namentlich betraf das Goncalo Paciencia und Kristijan Jakic, zu denen Glasner noch keine genaueren Informationen hatte, aber zumindest über die Art der Verletzungen aufklärte: "Paciencia spürt den Oberschenkel hinten, Jakic hat einen Schlag abbekommen." Auf das personelle Pech wollte er die Niederlage aber auch nicht schieben: "Das wäre jetzt auch zu einfach, da müssen wir uns nicht ausreden."

Gleiches gelte für eine Szene im ersten Durchgang, in der Bochums Elvis Rexhbecaj leicht gegen Rafael Borré nachgetreten hatte. "Der Videoschiedsrichter hätte es sich anschauen können und der Schiedsrichter dann entscheiden können", meinte Glasner zwar, "aber es wäre mir zu billig, das darauf zu reduzieren. Ich will keine Rote Karte für einen gegnerischen Spieler fordern."

Ich hoffe, dass jetzt jeder gemerkt hat, was in der Bundesliga abgeht.

Sebastian Rode

Eher problematisch war, dass die exakt gleiche Startelf wie beim 3:1 über Piräus in der Europa League drei Tage später nicht einmal annähernd an die Leistung vom Donnerstagabend herankam. "Es ist wichtig, auch wenn du am Donnerstag ein Highlight-Spiel hast, dass du am Sonntag bereit bist", analysierte Glasner - und Rode wurde sogar noch deutlicher: "Auf dem Feld muss man es umsetzen. Hier ist volle Hütte, ein kraftbetontes Spiel, da kriegt man es nicht immer auf den Platz gebracht. Das ist unser großes Problem, das müssen wir abstellen, gerade in der Bundesliga. Ich hoffe, dass jetzt jeder gemerkt hat, was in der Bundesliga abgeht und wie man da Fußball spielen muss." So wie am Sonntagabend offenbar nicht.

mib

Bilder zur Partie VfL Bochum - Eintracht Frankfurt