Bundesliga

Borussia Mönchengladbach: Raffael gibt Rätsel auf

Heckings Alternativen in vielen Mannschaftsteilen

Gladbach: Raffael gibt Rätsel auf

Ihm ging zuletzt die Frische und Kreativität abhanden: Gladbachs Raffael.

Ihm ging zuletzt die Frische und Kreativität abhanden: Gladbachs Raffael. imago

Werbung in eigener Sache betrieb zum Beispiel Vincenzo Grifo, der als Joker in der Schlussphase beim jüngsten Heimsieg gegen Hannover frischen Wind brachte. Zu Saisonbeginn musste der aus Freiburg an den Niederrhein gekommene Flügelspieler wegen einer Knieverletzung pausieren, jetzt stürzt er sich voller Elan in den Kampf um einen Platz in der Gladbacher Startelf. "Er war lange raus, aber jetzt ist er natürlich wieder eine Alternative", räumt Hecking ein.

Borussia hat in der aktuellen Saison noch nicht restlos überzeugt, aber immerhin einen stabileren Eindruck hinterlassen als Gegner Werder. Hecking rät dennoch ganz nachvollziehbar dazu, den nächsten Gegner nicht an seinem Tabellenstand zu messen. "Alle Spiele der Bremer waren eng, sie hätten auch deutlich mehr Punkte holen können", sagt der Gladbacher Trainer. "Vor allem in der Defensive sind sie sehr viel stabiler geworden."

Und Borussia? Besonders im vorderen Bereich kann Hecking variieren und hat viele in etwa gleichwertige Profis zur Verfügung. Kaum eine Erwähnung wert wäre im Idealfall die Besetzung der beiden zentralen Positionen in der Offensive, doch ausgerechnet ein fest eingeplanter Leidtungsträger gibt momentan Rätsel auf.

Hecking: "Bis jetzt nicht die Konstanz in seiner Form gefunden"

Raffael ist bei Borussia in Normalform einer der Spieler, die den Unterschied machen können, der Spiele ganz alleine entscheiden kann mit einem gekonnten Dribbling oder einer unerwarteten Idee.

Dem Brasilianer fehlt aber noch etwas die Frische und Kreativität, die er ansonsten sehr zuverlässig an den Tag legt. "Raffael hat bis jetzt noch nicht die Konstanz in seiner Form gefunden", gibt Hecking zu. Plant er nun, den Brasilianer zunächst mal auf der Bank zu lassen?

"Wir haben uns in den ersten sieben Spielen in eine sehr gute Ausgangsposition gebracht", rechnet Sportdirektor Max Eberl. Sein Ausblick, in welcher personellen Besetzung auch immer: "Wir wollen weiter stabil punkten und in der Tabellenregion bleiben, in der wir im Moment sind." Das ist im Moment Platz sieben, nur drei Punkte hinter dem Tabellenzweiten, dem FC Bayern.

Oliver Bitter

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