Bundesliga

Borussia Mönchengladbach: Max Eberl erklärt den Plan bis zum Anpfiff

Frühstück im Stadion und eine Hotel-Etage für sich

Gladbach: Eberl erklärt den Plan bis zum Anpfiff in Frankfurt

Max Eberl

"Die Abstandsregel ist für uns zurzeit die goldene Regel": Mönchengladbachs Sportdirektor Max Eberl. imago images

Die Kurzformel für die Zeit im Quarantäne-Quartier laute, so Eberl: "Essen, Trinken, Schlafen, Trainieren." Das klingt eigentlich wie der bekannte und übliche Alltag während eines Trainingslagers, allerdings mit dem Unterschied, dass sich die Borussen weder am Tegernsee (Sommer) noch im spanischen Jerez de la Frontera (Winter) fitmachen, sondern im heimischen Borussia-Park.

Am Montag wurde das eigene und an die H-Hotels AG verpachtete Vier-Sterne-Hotel bezogen. Zuvor durchliefen Mannschaft, Trainer- und Betreuerteam noch die vierte Testreihe auf COVID-19. "Wir haben eine komplette Etage bekommen. Dort können alle Sicherheitsvorkehrungen des DFL-Konzepts optimal eingehalten werden, wir sind auf dem Flur vollkommen alleine", betont Eberl. Jeder Spieler hätte selbstverständlich "ein Einzelzimmer", der Sportdirektor weiter: "Die Abstandsregel ist für uns zurzeit die goldene Regel, die wir alle einhalten."

Bor. Mönchengladbach - Vereinsdaten
Bor. Mönchengladbach

Gründungsdatum

01.08.1900

Vereinsfarben

Schwarz-Weiß-Grün

Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Bayern Bayern München
58
2
Dortmund Borussia Dortmund
54
3
Gladbach Bor. Mönchengladbach
52
Bundesliga - 26. Spieltag

Frühstück im Stadion

Dass die Borussen am Montag und nicht schon am Sonntag ihr Quarantäne-Quartier bezogen haben, liegt an dem veränderten Terminplan. Ursprünglich war das Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt für den Sonntag angesetzt, wurde bei der Überarbeitung des Spielplans im Tausch mit der Begegnung Union Berlin gegen Bayern München aber auf Samstag vorverlegt. "Wir haben dann mit der DFL und der Task Force Rücksprache gehalten, weil unser Hotel erst am Montag geöffnet werden konnte", so Eberl.

In der Woche vor dem Re-Start können Trainer Marco Rose und die Mannschaft in den gewohnten Vorbereitungsrhythmus schalten. Das bedeutet für den Dienstag und einem Samstagsspiel normalerweise: Zwei Einheiten, eine mit Schwerpunkt Athletik, eine auf dem Platz. Geübt wird weiter unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Das Frühstück am Dienstag fand in Kleingruppen statt, die Mahlzeiten werden in der Business-Loge im Stadion eingenommen. Eberl hebt die Nähe von Quartier und Trainingseinrichtungen als positiven Faktor hervor: "Das Busfahren, was immer eine Ansteckungsgefahr birgt, brauchen wir hier nicht. Das ist ein großer Vorteil. Wir haben im Borussia-Park herausragende Gegebenheiten."

Elf gegen Elf

Am Mittwoch heißt es für die Spieler: Noch mal einen guten Eindruck beim Trainer hinterlassen, sich für Frankfurt empfehlen. "Es wird ein Elf gegen Elf geben", verrät Eberl. Es geht in die finale Vorbereitungsphase, auch am Donnerstag wird weiter an der Feinabstimmung gearbeitet, um in Frankfurt die bestmögliche Leistung abrufen zu können. "Wir haben in den vergangenen Wochen sehr intensiv an Athletik, Fitness, an Passformen und taktischen Varianten arbeiten können. Es gilt, das alles jetzt auf das große Spielfeld zu projizieren. Abstände auf dem Platz, Timing, auch Zweikämpfe. Das ist ein Stück weit neu nach dem längeren Training in Kleingruppen - aber die Voraussetzungen sind ja für alle Mannschaften gleich", sagt Eberl.

Der Freitag wird zum Reisetag. Abfahrt nach Frankfurt. Die Borussen verbringen die Nacht vor dem Spiel im Fünf-Sterne-Hotel "Kempinski Hotel Frankfurt Gravenbruch" in Neu-Isenburg. Eberl: "Das Hotel kennt die erforderlichen Maßnahmen seitens der Liga und der Task Force. Sie werden sie genauso umsetzen wie wir es in unserem Hotel getan haben."

Es wird ernst - Bank oder Tribüne?

Samstag, es wird ernst. Um 18.30 Uhr erfolgt der Anpfiff in der Commerzbank-Arena. Bei der Eintracht wollen Rose und sein Team die sehr gute Ausgangsposition mit Platz vier nach 25 Spieltagen festigen. "Ich erwarte von unserer Seite aus ein Fußballspiel, das wir erfolgreich gestalten wollen - und dass wir viele Dinge sehen, die wir in den letzten Monaten auch schon an den Tag gelegt haben", sagt Eberl.

Offen lässt Borussias Macher noch, ob er während des Spiels wie gewohnt auf der Bank sitzt oder sich einen neuen Platz suchen wird. Eberl: "Ich werde mich am Freitag noch einmal testen lassen wie der Rest der Gruppe auch. Ob ich dann am Samstag auf der Bank oder der Tribüne sitze, hängt auch vom Platzangebot und dem Personal ab, das wir auf der Bank brauchen. Berechtigterweise will man ja auch da kleine Gruppen haben, um Kontakte zu minimieren."

Jan Lustig

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