Bundesliga

Gladbach, wie es singt und lacht

Erster Sieg, Christensen-Gala und Stranzl-Comeback

Gladbach, wie es singt und lacht

Zurück in der Erfolgsspur: Gladbach um Lars Stindl, Andreas Christensen (Mitte) und Thorgan Hazard.

Zurück in der Erfolgsspur: Gladbach um Lars Stindl, Andreas Christensen (Mitte) und Thorgan Hazard. imago

"Wir haben gesehen, wenn die Jungs in den Lauf kommen, dann greifen die Dinge auch wieder", freute sich Andre Schubert nach Spielschluss. Gegenüber den Sky-Mikrofonen ergänzte Gladbachs Trainer: "Wir haben heute das Spiel über die ganze Zeit dominiert, haben früh attackiert, sind sehr gut nachgerückt." Insgesamt erklärte der Coach den frischen und durchwegs überzeugenden Sieg mit der immer mehr zurückkehrenden Fitness und den allmählich wieder größer werdenden personellen Möglichkeiten im Kader. Allein die Rückkehr von Aufbauspieler Dahoud (Schnittwunde) verlieh dem Spiel der Fohlen mehr Passsicherheit im Mittelfeld.

"Wir haben ganz genau analysiert, woran es zuletzt gelegen hat. Wir haben gegen Ende der Rückrunde acht Spiele in 20 Tagen gemacht und waren auch zuletzt noch nicht bei 100 Prozent", bestätigte Schubert auch gerne nochmals den Verdacht nach den Niederlagen gegen Dortmund (1:3) und in Mainz (0:1). "Wenn die Jungs frischer sind und wieder in einen Lauf kommen, dann greifen die Mechanismen auch wieder. Das hat die Mannschaft gezeigt - und zwar sehr eindrucksvoll."

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Spielersteckbrief Stranzl
Stranzl

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Trainersteckbrief Schubert
Schubert

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Christensen spielt groß auf

Spielbericht

Eindrucksvoll war auch die Vorstellung von Innenverteidigung Andreas Christensen, der mit gerade 19 Jahren und 301 Tagen nicht nur per Kopf seinen ersten Bundesliga-Treffer feierte, sondern per Kopf auch gleich noch seinen Doppelpack schnürte. "Das Wichtige war heute, dass die Mannschaft wieder auf die Siegerstraße zurückgekommen ist", gab sich der Jungspund (60 Prozent gewonnene Zweikämpfe, 75 Prozent gewonnene Kopfballduelle) hernach äußerst bescheiden, um dann doch noch anzufügen: "Natürlich freue ich mich über die beiden Treffer."

Stranzl ist zurück

Martin Stranzl

Die Fans forderten Rückkehrer Martin Stranzl. imago

Den perfekten Abend rund machte schließlich die späte Einwechslung von Martin Stranzl. Der etatmäßige Kapitän hatte zunächst am 22. März 2015 beim 2:0 in Bayern München sein Comeback nach langer Verletzung gegeben (Knochenödem im linken Knie und Sehnenreizung), ehe ihn am 12. September 2015 nach kurzer Rückkehr Kollege Havard Nordtveit am Auge traf. Diagnose: Augenhöhlenbruch.

Nun, nach 145 Tagen, scheint die lange Leidenszeit des 35-Jährigen vorbei zu sein. Das bestätigte auch Trainer Schubert hinterher: "Ich habe Martin schon vor dem Spiel gefragt, ob er im Notfall auch 60, 70 Minuten spielen könnte. Und er hat ja gesagt. Wir und auch ich insbesondere freuen uns, dass er wieder zurück ist." Den Ritterschlag verteilte er ebenfalls: "Zwischen uns und Martin passt kein Blatt Papier." Dem hatten auch die Gladbacher in den sozialen Medien nichts mehr hinzuzufügen. Dort hieß es zum Thema Stranzl passenderweise nur: "We call it a comeback."

Nordtveit entscheidet sich bald

Ein wenig bangen müssen die Fohlen allerdings in diesen Tagen schon auch: Die Zukunft von Abräumer Nordtveit, an dem einige Vereine aus England interessiert sein sollen. Der Gladbacher Ersatzkapitän, von 2007 bis 2011 beim FC Arsenal unter Vertrag, nennt die Premier League selbst "einen Big Deal für alle Skandinavier". Nun allerdings brachte der 25-Jährige ein wenig Licht ins Dunkel: "Ich denke eine Entscheidung kommt nächste Woche."

mag