Bundesliga

Gladbach wartet weiter: Für Stranzl reicht es wohl nicht

Gladbach: Vier Wackelkandidaten für Trainer Favre

Gladbach wartet weiter: Für Stranzl reicht es wohl nicht

Sein Comeback verschiebt sich weiter: Martin Stranzl (r., mit André Hahn).

Sein Comeback verschiebt sich weiter: Martin Stranzl (r., mit André Hahn). imago

Roel Brouwers jedenfalls, von den Gladbacher Fans stets mit langgezogenen Sprechchören gefeiert, hat wieder mal gezeigt, dass auf ihn jederzeit Verlass ist. Eigentlich war der lange Niederländer für das Leverkusen-Spiel gar nicht eingeplant; dann aber war der Innenverteidiger sogar der Mann, der mit seinem Treffer zum 1:1 für mächtig Freude beim Borussen-Anhang sorgte.

Eigentlich war für Sonntag bereits das Comeback von Martin Stranzl erwartet worden, der einen Monat lang wegen einer Überdehnung im Oberschenkel gefehlt hatte. Am Dienstag vor einer Woche war der Routinier bereits ins Training zurückgekehrt, musste dann aber wegen eines grippalen Infekts passen. Nicht der einzige Grippekranke im Kader: Neben Stranzl mussten auch Ibrahima Traoré, Marvin Schulz und Fabian Johnson zuletzt aussetzen.

"Bei Fabian und Ibo sollte es klappen, dass sie beim Abschlusstraining dabei sind. Martin und Marvin geht es besser, sie können heute aber noch nicht mit der Mannschaft trainieren", sagte Lucien Favre am Dienstag; damit scheint Stranzls Einsatz ausgeschlossen.

Favre warnt vor Werders Offensivkraft

In welcher Besetzung auch immer: Borussias Trainer erwartet am Mittwoch (20 Uhr, LIVE! bei kicker.de) einen Gegner, der deutlich stärker sei, als es der aktuelle Tabellenplatz (Rang 17) aussagt. Die jüngsten vier Werder-Spiele hat sich der Schweizer noch mal intensiv zu Gemüte geführt. Favres Urteil: "Sie sind brandgefährlich bei Standards, und sie haben als Vorletzter drei Tore mehr geschossen als wir - das sagt viel über die Qualität von Werder aus."

Ungewöhnlich übrigens für Gladbacher Verhältnisse: Nur in den beiden jüngsten Heimspielen gab es in dieser Saison in der Liga mehr als ein Gegentor. Zunächst gegen Frankfurt (1:3), dann gegen Hertha (2:3). Beide Mal gehörte Stranzl nicht zum Borussen-Kader.

Oliver Bitter