Bundesliga

Gladbach und die Tücken des Ballbesitzspiels

Diskrepanz zwischen Heimstärke und Auswärtsmisere

Gladbach und die Tücken des Ballbesitzspiels

Lucien Favre

"Die Ordnung darf nicht verlorengehen": Gladbachs Coach Lucien Favre. imago

"Wir haben gegen Hannover und Bremen gezeigt, dass wir in den Heimspielen die notwendige Geduld aufbringen und die Balance in der Mannschaft haben, um solche Spiele positiv zu gestalten", sagt Sportdirektor Max Eberl vor dem Duell mit dem noch sieglosen Aufsteiger, gegen den die Borussia wieder deutlich mehr Ballbesitz verzeichnen dürfte (fast 70 Prozent waren es beim 1:2 in Hoffenheim).

Favre kennt die Probleme, die das mit sich bringen kann. "Wir haben viel Ballbesitz, wollen aber manchmal zu viel", sagt er und bemängelt, dass die Spieler zu schnell in die Tiefe zu kommen versuchen: "Wenn der Ball auf der rechten Seite ist und dort alles blockiert ist, müssen wir das Spiel verlagern. Und das muss schnell gehen."

Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Dortmund Borussia Dortmund
16
2
Bayern Bayern München
16
3
Leverkusen Bayer 04 Leverkusen
15

Genauso lässt sich das Team gerne dazu verleiten, in der gegnerischen Hälfte zu viele Spieler vor den Ball zu bringen. Die resultierende Konteranfälligkeit bei Ballverlusten führte in Leverkusen (2:4) zu Gegentoren und zeigte sich auch in Hoffenheim. Favre fordert deshalb eindringlich: "Die Ordnung darf nicht verlorengehen."

Bangen muss Favre vor dem Braunschweig-Spiel um den Einsatz seines Kapitäns. Filip Daems musste das Training am Donnerstag wegen muskulärer Probleme im Hüftbereich abbrechen. Favre: "Es sieht nicht gut aus. Aber wir müssen abwarten." Eine Entscheidung soll am Freitag getroffen werden. Als Ersatz stünde auf der linken Abwehrseite Oscar Wendt bereit .