2. Bundesliga

Gjasula und Gyamerah verändern die Planspiele

Lange Pause für zwei HSV-Defensivkräfte

Gjasula und Gyamerah verändern die Planspiele

Sechser Klaus Gjasula wird dem Hamburger SV wegen einer Knieverletzung wochenlang fehlen.

Sechser Klaus Gjasula wird dem Hamburger SV wegen einer Knieverletzung wochenlang fehlen. imago images

Zwei Rückschläge, die Daniel Thioune verkraften muss. "Die Verletzungen sind deutlich schwerer als angenommen." Gjasula erlitt einen Innenbandriss im linken Knie, wird damit mindestens sechs Wochen nicht zur Verfügung stehen. Für den 31-jährigen Deutsch-Albaner eine Verletzung zur Unzeit. Nach schwerem Start hatte er sich in den zurückliegenden vier Partien einen Startplatz erkämpft, brachte bei den jüngsten drei Siegen Robustheit ins HSV-Spiel. "Es war natürlich noch Luft nach oben, aber ich war sehr einverstanden mit seiner Entwicklung", sagt Thioune, "für ihn ist das schwierig." Auch Gyamerah hatte sich nach kurzer Verletzungspause beim Jahresfinale in Karlsruhe (2:1) sehr ordentlich zurückgemeldet, nun legt ihn ein Bänderriss im Sprunggelenk auf Eis.

Die folgenschwere Silvester-Einheit hatte auch Amadou Onana abbrechen müssen, weil er beim Sprinten muskuläre Probleme verspürt hat. "Die", erklärt der Coach, "hat er immer noch." Dennoch geht der Ex-Osnabrücker von der Einsatzfähigkeit des Youngsters aus.

Onana und Heyer Kandidaten - Jungs Bedeutung könnte wachsen

Onana wäre ein Kandidat für die durch Gjasulas Ausfall vakante Position vor der Abwehr, Innenverteidiger Moritz Heyer ein weiterer. "Wir werden das auffangen", sagt Thioune und setzt auf die Breite seines Kaders: "Aaron Hunt ist wieder dabei, David Kinsombi hat in Karlsruhe erstmals wieder von Beginn an gespielt. Wir sind also im Zentrum nach wie vor gut aufgestellt." Die Planspiele könnten die langfristigen Ausfälle zweier Stammkräfte dennoch verändern: Gideon Jung galt konkret als Wechselkandidat im Januar, der Defensivallrounder könnte nun nicht nur mehr Spielzeit bekommen, er könnte außerdem wieder an Bedeutung gewinnen, da er sowohl im Abwehrzentrum als auch auf der Sechs einsetzbar ist.

Zumindest bis zum Sonntag will sich der Trainer nicht mit tiefergehenden Konsequenzen beschäftigen, sondern nur mit dem ersten Auftrag in 2021. "Vielleicht müssen wir uns Gedanken machen, ich beschäftige mich jetzt aber nur mit Regensburg."

Sebastian Wolff

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