Bundesliga

HSV: Markus Gisdols Plädoyer für Bobby Wood

Müller-Comeback? Trainer kündigt Überraschung an

Gisdols Plädoyer für Wood

Erntet Lob vom Trainer: Bobby Wood.

Erntet Lob vom Trainer: Bobby Wood. imago

Beim Derby in Bremen hatte der 24-Jährige erstmals wegen einer Kniereizung gefehlt, seitdem steht er wieder zur Verfügung, kommt aber nicht mehr ins Spiel. Sein Trainer verrät nun: "Bobby beißt sich seit Wochen durch, trainiert mit Schmerzmitteln." Hinzu kommt aus Sicht des Trainers eine ungerechtfertigt hohe Erwartungshaltung an den Mann mit der Ausstiegsklausel. "Er hat hier in dieser Saison eine echte Leistungsexplosion erlebt, aber er ist natürlich noch nicht stabil auf diesem hohen Niveau. Bobby wird hier eingestuft wie ein absoluter Leistungsträger, dabei kommt er aus der 2. Liga." Der Coach sagt deshalb: "Die Kritik an ihm finde ich unfair." Dass die Ausstiegsmöglichkeit aus seinem Vertrag in diesem Sommer für 12 Millionen (bei Abstieg für fünf Millionen) den Fokus des US-Nationalspielers verändert haben könnte, weist er zudem ebenso klar zurück: "Bobby ist ein toller Kerl und total stabil im Kopf."

Stabilität im Kopf wird auf Schalke von allen Hamburgern gefordert sein - Gisdol ist zuversichtlich, dass er diese bis Samstag erzeugen kann. "Die Anspannung ist extrem, aber ich denke, dass wir uns etwas befreien können." Zuversichtlich stimmt ihn, dass die finalen Gegner, Schalke und Wolfsburg, aktiver Fußball spielen. "Es werden deshalb ganz andere Spiele als gegen Augsburg und Mainz. Ich bin sicher, dass wir es schaffen werden, auch fußballerisch wieder besser zu sein."

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Müller-Comeback auf Schalke?

Gisdol hofft in Gelsenkirchen endlich wieder in die Umschaltsituationen kommen zu können - und könnte einen noch längst nicht eingeplanten Offensiv-Joker dabei haben: Nicolai Müller: Fieberhaft arbeitet der Topscorer nach seinem Innenbandriss im Knie seit Wochen gegen die Prognose "vorzeitiges Saisonende" an, Donnerstag nun kündigte Gisdol "vielleicht eine Überraschung" für das Wochenende an. Frühestens gegen Wolfsburg war insgeheim auf ein Müller-Comeback gehofft worden, offenbar plant der Rechtsaußen auch diese Zeitvorgabe zu unterbieten.

Sebastian Wolff