Bundesliga

Kölns Trainer Markus Gisdol gesteht: "Ohne Andersson wäre es knifflig"

Kölns Angreifer steht im Kader - doch wie fit ist er?

Gisdol gesteht: "Ohne Andersson wäre es knifflig"

Kann er am Wochenende auflaufen? Kölns Trainer Markus Gisdol (rechts) hofft auf Sebastian Andersson.

Kann er am Wochenende auflaufen? Kölns Trainer Markus Gisdol (rechts) hofft auf Sebastian Andersson. imago images

Auf keinen Fall reichen wird es für Jonas Hector, Benno Schmitz und Anthony Modeste. Bei Rechtsverteidiger Schmitz, der im Pokalspiel eine Sprunggelenksverletzung erlitt, war man schon von einer schnellen Genesung ausgegangen, ehe er wieder Schmerzen verspürte. Gisdol: "Wir wollen abwarten und rechnen nächste Woche mit ihm auf dem Platz."

Der Kollege Modeste gibt da schon größere Rätsel auf: "Bei Anthony kann ich es nicht abschätzen, wir kommen immer ein paar Schritte vorwärts und dann geht es wieder zurück." Dabei könnte man den Franzosen, gerade jetzt, wo Andersson wackelt, gut gebrauchen. So bleibt als Alternative nur der junge Tolu Arokadare, dessen Wille deutlich größer ist als seine fußballerische Reife.

Spieltagsbilder 7. Spieltag 2020/21

Gisdol macht sich seine Gedanken für den Fall der Fälle: "Ohne Sebastian wäre es knifflig." Weshalb eine Variante ohne echte Spitze in die Planspiele aufgenommen wurde. Gisdol: "Das ist die Position, die noch am meisten offen ist." Vielleicht könne Andersson ja beginnen, "vielleicht muss mal ein Spieler dort spielen, der es nicht so gewohnt ist. Für den Gegner macht es das nicht unbedingt einfacher, man ist schwer berechenbar." Hier käme Jan Thielmann als "falsche Neun" ins Spiel, dem allerdings ein wenig das Durchsetzungsvermögen fehlt.

Gisdol erkennt "klaren Aufwärtstrend"

So oder so brauchen die Kölner Tore, da ist es herzlich egal, wer sie schießt. Denn ein Sieg tut Not, selbst wenn man die Serie ohne Dreier aus der vergangenen Saison nicht einpreist in die Bilanz. Gisdol: "Wir müssen damit leben, dass diese Serie immer wieder erwähnt wird." Doch er hält dagegen: "In den vergangenen vier Spielen habe ich einen klaren Aufwärtstrend bei unserer Mannschaft gesehen. Den müssen wir fortsetzen." Der Trainer fordert von seiner Mannschaft Konstanz über 90 Minuten, hohe Konzentration und Vermeidung von dusseligen Fehlern, die im Zweifel zu unnötigen Elfmetern für den Gegner führen.

Zum Schluss zitierte Kölns Trainer den legendären amerikanischen General Douglas MacArthur: "Für Siege gibt es keinen Ersatz", sagt Gisdol, dessen Hoffnung, die Serie zu durchbrechen, spürbar ist. Ausgerechnet jetzt auf einen Gegner voller Selbstvertrauen wie Union zu treffen, spornt ihn eher an: "Wir müssen dagegenhalten. Ich sehe aber gute Chancen für einen Sieg am Sonntag, mit dem wir vieles lösen könnten."

Flu

Müller toppt keiner: Die dienstältesten Profis der 18 Bundesliga-Klubs