2. Bundesliga

Gießelmann: "Die haben die Hosen voll"

Fürth will offensiv ins Derby - kehrt Röcker zurück?

Gießelmann: "Die haben die Hosen voll"

Derbyfieber: Fürths Niko Gießelmann (M.) und Veton Berisha (r.) jubelten schon im Hinspiel.

Derbyfieber: Fürths Niko Gießelmann (M.) und Veton Berisha (r.) jubelten schon im Hinspiel. imago

Lieblingsgegner Nürnberg

Die Mutter aller Derbys war aus Fürther Sicht zuletzt immer ein Grund zur Freude: Das Kleeblatt ist gegen den großen Rivalen seit sieben Aufeinandertreffen in der 1. und 2. Liga sowie im DFB-Pokal ungeschlagen (4/3/0). Nürnberg wartet dagegen seit fast acht Jahren auf einen Pflichtspielsieg. Gar nur ein einziges Mal in den letzten 15 Duellen durften die "Clubberer" jubeln. Angesichts dieser positiven Erfahrungswerte analysiert Fürths Linksverteidiger Niko Gießelmann treffend: "Die haben schon immer ein bisschen die Hosen voll vor uns."

Trainersteckbrief Ruthenbeck
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SpVgg Greuther Fürth - Vereinsdaten
SpVgg Greuther Fürth

Gründungsdatum

23.09.1903

Vereinsfarben

Weiß-Grün

SpVgg Greuther Fürth - Die letzten Spiele
1. FC Nürnberg Nürnberg (A)
2
:
3
Jahn Regensburg Regensburg (H)
3
:
1

Ein Selbstläufer wird das 260. Frankenderby aber keineswegs. Die beiden Trainingseinheiten vor dem Showdown am Freitagabend (18.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) absolvierten die Kleeblättler hinter verschlossenen Türen. "So weit hat es der Gegner diesmal nicht, um einen zum Zuschauen vorbeizuschicken", erklärt Trainer Stefan Ruthenbeck das Geheimtraining, "das haben wir schon vor dem Hinspiel gemacht." Damals mit Erfolg: Sebastian Freis wurde mit dem 3:2-Siegtreffer in der Nachspielzeit zum Derbyhelden (90.+2).

Knackpunkt Standards?

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Hinter zugezogenen Gardinen dürfte Ruthenbeck vor allem am Verteidigen von Standards gearbeitet haben. Kein Team in der 2. Liga erzielte mehr Tore nach Ecken als der FCN (11) - im Schnitt brauchen die Nürnberger nur neun Ecken für ein Tor. Bereits 17 Treffer nach ruhenden Bällen bedeuten zudem den zweitbesten Wert aller Zweitligisten. Gut möglich, dass Ruthenbeck deshalb wieder auf den kopfballstarken Abwehr-Leuchtturm Benedikt Röcker (1,97 Meter groß) in der Innenverteidigung setzt. Dafür müsste Marcel Franke weichen. Denkbar ist aber auch eine Variante mit Röcker und Franke (1,93 Meter) als Tandem - dann würde der spielstarke aber deutlich kleinere Caligiuri (1,80 Meter) auf die Sechs vorrücken.

Jeder lange Ball kostet 5000 Euro.

Fürths Trainer Stefan Ruthenbeck

Ansonsten stellt sich die Mannschaft der Spielvereinigung Mangels gleichwertiger Alternativen fast von selbst auf: Im 4-3-3 sind Sebastian Heidinger und Gießelmann als Außenverteidiger gesetzt. Gleiches gilt für Achter Jurgen Gjasula und Zehner Robert Zulj. Im Angriff dürften Marco Stiepermann, Veton Berisha und Sebastian Freis beginnen.

Gegen einen mitspielenden Gegner will das eigentlich spielerisch starke Fürth offensiv auftreten. "Wir werden unsere Chancen bekommen und nicht nur Handball um den Sechzehner spielen müssen", ist sich Gießelmann sicher. Ruthenbeck, ein Freund des gepflegten Kurzpassspiels mit überfallartigen Angriffen, setzt deshalb lange Bälle auf den Index: "Trainerteam und Spieler weigern sich, auf lange Bälle zu setzen. Jeder lange Ball kostet 5000 Euro."

cru/mf

Derby-Spezialisten, Rekordspieler und die Nummer 1 in Franken