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Gesperrter Scolari kündigt Einspruch an

UEFA ahndet versuchten Faustschlag

Gesperrter Scolari kündigt Einspruch an

Felipe Scolari

Stadionverbot für den Rest der EM-Qualifikation: Felipe Scolari. imago

Auch Dragutinovic, der in der Nachspielzeit die rote Karte gesehen hatte, wurde wegen "ungebührlichen Verhaltens" mit einer Sperre von zwei Spielen belegt. Damit fehlt er dem serbischen Team gegen Armenien (13. Okotber) und Aserbaidschan (17. Oktober).

Scolari bezeichnete die Strafe als "übertrieben" und kündigte einen Einspruch an. Als weitere Begründung für seinen Gang in die Berufung nannte er, dass „der Spieler, der diese Situation verursacht hat", nur für zwei Spiele gesperrt wurde. Der serbische Verband akzeptierte dagegen das gegen Dragutinovic verhängte Strafmaß.

Nach einer "Rudelbildung" an der Außenlinie hatte Scolari versucht, Dragutinovic einen Schlag zu verpassen. Der Serbe konnte dem versuchten Fausthieb aber ausweichen. "Ich habe meinen Kopf verloren, aber ich wollte meinen Spieler schützen", hatte sich Scolari entschuldigt, der für seinen Ausraster auch vom portugiesischen Fußball-Verband scharf kritisiert wurde. Die Serben forderten ihn gar zum Rücktritt auf.

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Die Sperre der UEFA geht indes soweit, dass der Nationalcoach nicht einmal den Innenraum des jeweiligen Stadions betreten darf. Dadurch soll jegliche Kontaktaufnahme zur Mannschaft verhindert werden.

In den restlichen Qualifikationsspielen steht für die Portugiesen, die derzeit hinter Polen und Finnland nur auf dem dritten Platz rangieren, viel auf dem Spiel. Auf dem Weg nach Österreich und in die Schweiz, muss der EM-Gastgeber von 2004 noch in Aserbaidschan (13. Oktober), in Kasachstan (17. Oktober), gegen Armenien (17. November) und gegen Finnland (21. November) antreten.