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Gesetzesnovelle nimmt nächste Hürde: Das droht dem FUT-Modus

Bundesrat stimmt zu, USK bereitet sich vor

Gesetzesnovelle nimmt nächste Hürde: Das droht dem FUT-Modus

Der FUT-Modus bringt EA SPORTS viel Geld, eventuell aber auch eine höhere Alterseinstufung der USK.

Der FUT-Modus bringt EA SPORTS viel Geld, eventuell aber auch eine höhere Alterseinstufung der USK. EA SPORTS/USK

Der Bundestag hatte die Gesetzesnovelle bereits Anfang März durchgewunken, der Bundesrat stimmte am 26. März zu. Folglich beschäftigt sich auch die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) mittlerweile intensiver mit der Thematik. Als verantwortliche Prüfstelle für Altersfreigaben von Computer- sowie Videospielen kommen nach der Überarbeitung des Jugendschutzgesetzes diverse Entscheidungen auf die USK zu. Ihre Kennzeichnung bildet ein zentrales Element im Bemühen der Bundesregierung, Kinder und Jugendliche in Spielen besser zu schützen.

Cybermobbing, Hassrede, aber auch glücksspielähnliche Spielmechaniken wie Lootboxen werden in den neuen Regelungen als Nutzungsrisiken benannt und sollen von der USK künftig bei Alterseinstufungen berücksichtigt werden. Davon wird voraussichtlich auch FIFA Ultimate Team (FUT) betroffen sein, da EA SPORTS in seinem beliebtesten und profitabelsten Modus digitale Packs mit zufälligen Spielern für Echtgeld verkauft. Andere Länder wie Belgien und die Niederlande haben FUT daher bereits als Glücksspiel eingestuft. Um die Gefahr für junge Menschen zu verringern, sollen neue Kennzeichnungen und Alterseinstufungen helfen. Diese hätten einen warnenden Charakter und würden den Zugang erschweren - so die Hoffnung der Bundesregierung und der USK.

Hochstufung der Freigabe oder nur ein Hinweis?

Konkret sieht die neue Kennzeichnung wie folgt aus: Stellt die USK in einem Spiel potenziell jugendgefährdende Inhalte fest - beispielsweise Lootboxen - wird der Risikogrund neben der bekannten Altersfreigabe vermerkt. Dieses Modell mit den sogenannten Deskriptoren wird auch beim europäischen PEGI-System genutzt. Durch die Zusatzinformationen werden Kinder, Jugendliche und Eltern schon beim Kauf vor möglichen Gefahren gewarnt.

Eine höhere Alterseinstufung plant die USK nur "in Einzelfällen, wenn ein zusätzlicher Hinweis aufgrund eines signifikant erhöhten Risikos nicht ausreichend ist", heißt es in einer offiziellen Mitteilung. Ob kommende FIFA-Teile und der FUT-Modus ab 18 Jahren eingestuft werden, ist somit noch nicht abzusehen. Die USK wird den Fall prüfen und dabei auch Vorsorgemaßnahmen des Anbieters einbeziehen. Durch neue Schutzfunktionen für Kinder und Jugendliche könnte EA SPORTS einer höheren Einstufung entgehen. Weitere Erkenntnisse werden in den kommenden Monaten folgen, denn die Überarbeitung des Jugendschutzgesetzes soll am 1. Mai in Kraft treten.

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Christian Mittweg

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