2. Bundesliga

Gerechte Punkteteilung in Kaiserslautern

4. Spieltag: Bochum kann's noch - Fortuna ist Erster

Gerechte Punkteteilung in Kaiserslautern

Hart umkämpfte Partie: Lauterns Gervane Kastaneer (re.) und Braunschweigs Ken Reichel.

Hart umkämpfte Partie: Lauterns Gervane Kastaneer (re.) und Braunschweigs Ken Reichel. Getty Images

Am Montagabend trennten sich zum Abschluss des Spieltages der 1. FC Kaiserslautern und Eintracht Braunschweig mit einem 1:1. Den Großteil des ersten Durchganges dominierten die Braunschweiger und der Führungstreffer in der 27. Minute durch Hernandez war somit nur folgerichtig.

Die Führung der Gäste war aber ein Weckruf für die Lauterer, die nun immer besser ins Spiel kamen und nach der Pause verstärkt auf den Ausgleich drängten. Allerdings dauerte es bis zur 80. Minute, ehe Kastaneer (abgefälscht von Reichel) den Ball endlich über die Linie brachte. Die Pfälzer hatten weiter Oberwasser, doch ein weiteres Tor wollte nicht gelingen. Am Ende blieb es somit beim insgesamt leistungsgerechten Remis. Allerdings bleibt Kaiserslautern weiterhin ohne Sieg und ist damit vor den noch punktlosen Fürthern Tabellenvorletzter.

2. Bundesliga - 4. Spieltag
2. Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Fortuna Düsseldorf Fortuna Düsseldorf
10
2
SV Darmstadt 98 SV Darmstadt 98
10
3
Arminia Bielefeld Arminia Bielefeld
10
2. Bundesliga - Torjäger 2017/18
FC St. Pauli Buchtmann Christopher
3
Holstein Kiel Ducksch Marvin
3
Jahn Regensburg George Jann
3
2. Bundesliga - Scorer 2017/18
FC St. Pauli Buchtmann Christopher
4
Holstein Kiel Drexler Dominick
4
1. FC Nürnberg Kerk Sebastian
4

Fortuna trifft spät und ist Erster

Späte Ekstase: Joker Rouwen Hennings schoss die Fortuna an die Spitze.

Späte Ekstase: Joker Rouwen Hennings schoss die Fortuna an die Spitze. imago

Im Duell der Überraschungsmannschaften trafen Sandhausen und Düsseldorf aufeinander. Die Fortuna musste auf Stammkeeper Rensing (Rippenbruch) verzichten, Wolf stand dafür zwischen den Pfosten. Der Ex-Bremer musste bereits in der 22. Minute hinter sich greifen - Höler war viel zu frei und mit dem Kopf zur Stelle. Kurz nach der Pause schlugen die Rheinländer aber in Person von Bebou zurück (52.). Nur sieben Minuten später wurde aber wieder der SVS gefährlich - Wolf bewahrte seine Farben nach einem Klingmann-Schuss vor einem erneuten Rückstand. Ebenso glänzend reagierte SVS-Torhüter Schuhen bei einem Schuss des eingewechselten Hennings in der 80. Minute. Doch der Fortuna-Angreifer hatte unmittelbar vor Abpfiff noch einen Pfeil im Köcher und stellte auf 2:1. In der Nachspielzeit ließ Wright die Riesenchance zum Ausgleich liegen, so dass die Fortuna auf einmal von ganz oben grüßt.

Uchida sieht Union-Remis von der Bank

Bei Union Berlin saß Neuzugang Uchida nur auf der Bank, Bielefeld musste auf den verletzten Kapitän Börner verzichten. Die Berliner zeigten an der Alten Försterei zwar die besseren Ansätze, Torszenen waren in der ersten Hälfte allerdings Mangelware. Mit einer Ausnahme: Bielefelds Behrendt scheiterte in der 31. Minute an der Latte. Mit einer wahren Energieleistung von Voglsammer schafften die Ostwestfalen aber Sekunden nach Wiederanpfiff den Führungstreffer. Union stürmte direkt drauf los, ließ aber mehrere Hochkaräter liegen, unter anderem klärte Klos bei Polters Schuss auf der Linie (49.). In der 55. Minute war es dann aber geschafft, Hartel traf per Außenrist zum 1:1. Auch in Sachen Aluminium glichen die Köpenicker aus - Kreilach traf den Querbalken (75.), Ortega entschärfte Hartels Nachschuss. Die Arminia stand auch danach unter Dauerdruck, rettete letztlich aber den Punkt ins Ziel.

Dresden patzt, Hinterseer wird zum Matchwinner

In Bochum wird es langsam zur Gewohnheit. Zum dritten Mal im dritten Spiel lag der VfL mit 0:1 zurück, Dresdens Heise war für den Treffer verantwortlich (11.). Doch dann nahm Bochums Kapitän die Sache in die Hand. Nach einer zunächst geklärten Ecke blieb Bastians vorne und verwertete ein langes Zuspiel in bester Mittelstürmer-Manier zum Ausgleich (16.). Nach Foul von Müller an Kruse im Strafraum nahm sich Bastians auch dem Elfmeter erfolgreich an - 2:1 (27.). Nach Wiederanpfiff zeigten die Sachsen wieder mehr Offensivdrang, Heise (73.) kam dem Ausgleich bei einem Freistoß recht nahe (Riemann parierte). In der 77. Minute war der VfL-Schlussmann bei einem strammen Aosman-Schuss aber geschlagen. Doch Dresden machte sich mit einem Abwehrfehler wieder alles zunichte - Hinterseer profitierte und markierte den 3:2-Siegtreffer in der 89. Minute.

Hochverdienter Erfolg für Aue

Wydra bringt Aue gegen Nürnberg auf die Siegerstraße.

Wydra bringt Aue gegen Nürnberg auf die Siegerstraße. imago

Der 1. FC Nürnberg musste in Aue erstmals ohne seinen bislang herausragenden Akteur Sebastian Kerk auskommen. Der Offensivmann fehlt nach einem Achillessehnenriss monatelang. Der Club begann im Erzgebirge überlegen, doch mit fortschreitender Spieldauer wurden die Auer mutiger und hatten durch Bertram und Nazarov gute Gelegenheiten, die Kirschbaum entschärfen konnte. Bei den Nürnbergern fand Teuchert zweimal in Männel seinen Meister. Im zweiten Durchgang spielte dann fast nur noch Aue. Die Mannschaft von Interimstrainer Robin Lenk dominierte Spiel und Gegner nach Belieben. Folgerichtig gingen die Gastgeber durch Wydra in Führung. Nazarov konterte den Club aus und der ehemalige Nürnberger Köpke setzte per Kopf den Schlusspunkt zu einem hochverdienten Erfolg. Möhwald betrieb kurz vor Schluss noch ein wenig Ergebniskosmetik, mehr war der dritte Saisontreffer des Mittelfeldspielers nicht.

Flum bringt den Kiez zum Beben

Beim Spiel zwischen dem FC St. Pauli und dem FC Heidenheim dominierten die beiden Defensivreihen die erste Hälfte. Torabschlüsse waren Mangelware. Am gefährlichsten wurde es bei einem Feick-Schuss. Hamburg hatte nur eine echte Möglichkeit und die durch Abwehrmann Dudziak. Nach der Pause brachte St. Paulis Trainer Olaf Janßen mit Möller Daehli neuen Schwung ins Spiel. Heidenheim lauerte auf Konter und machte defensiv die Räume eng. Kurz vor Schluss vergab Bouhaddouz noch eine große Kopfballchance. Als alle mit einem torlosen Remis rechneten, stocherte Flum die Kugel nach einer Ecke über die Linie und brachte den Kiez zum Beben.

Kiel gewinnt Aufsteiger-Duell in Regensburg

Holstein Kiel feiert einen verdienten Sieg im Aufsteiger-Duell in Regensburg. Schindler und Ducksch brachten die Norddeutschen schon vor der Pause auf die Siegerstraße. Etwas überraschend fiel der Anschlusstreffer für die Oberpfälzer. Knoll versenkte zurz vor der Pause einen Freistoß im linken Eck. Im zweiten Durchgang konnten die Regensburger die Partie zwar ausgeglichener gestalten, aber den Dreier verdienten sich die "Störche" mit einer couragierten Vorstellung in der ersten Hälfte.

Runderneuter FCI atmet auf

Debüt: Ingolstadts Interimscoach Stefan Leitl.

Tor der Erlösung: Ingolstadts Sonny Kittel (li.) stellte den ersten Sieg der Schanzer sicher. imago

Neuer Trainer (Leitl), neuer Sportdirektor (Vier), zahlreiche Änderungen (fünf) und ein neues System (4-3-3): Der FC Ingolstadt ging am Freitag runderneuert in die Partie bei Greuther Fürth, das bislang genauso wenig punkten konnte wie der Bundesliga-Absteiger. Das Krisenduell bestätigte in der ersten Hälfte die Erwartungen: Viel Krampf und wenig Kontur am Ronhof, die Verunsicherung war auf beiden Seiten spürbar. Die Schanzer wirkten aber nach der Pause etwas aufgeweckter und gingen in der 55. Minute auch in Front: Kittel überraschte Keeper Megyeri mit einem Linksschuss ins kurze Eck. Als drei Mínuten später Fürths Langer mit Gelb-Rot vom Platz flog, sprach endgültig alles für den FCI. Obwohl der SpVgg der Kampfgeist in der Folgezeit nicht abzusprechen war, reichte es nicht mehr für den ersten Zähler in dieser Saison. Torhüter Flekken vergab in der Nachspielzeit die letzte Kopfballchance.

Stark erneut stark

In Duisburg brachte ein verheerender Fehler hingegen früh Schwung in die Partie. Sirigus Kopfball-Rückgabe war zu kurz, Stoppelkamp hob das Leder gekonnt über Keeper Heuer Fernandes hinweg ins Tor (25.). Länge währte die Freude bei den Zebras nicht, Mehlems Premierentor im Profifußball per 16-Meter-Schuss bescherte Darmstadt das 1:1 (35.). Die Frings-Truppe wollte nun den Dreier, ließ aber einige gute Chancen liegen. Die beste hatte Kempe nach einem an ihm verschuldeten Elfmeter, doch Flekken parierte dessen Strafstoß (78.). Doch der SVD hat ja noch einen Joker - und der heißt Yannick Stark. Wie schon in der Vorwoche traf der 26-Jährige als Einwechselspieler und stellte damit den 2:1-Sieg und die vorübergehende Tabellenführung für Darmstadt sicher.

cru/las/sam