Bundesliga

Geplatzter Boateng-Wechsel: Salihamidzic kritisiert Paris

"Komische Taktik" von PSG

Geplatzter Boateng-Wechsel: Salihamidzic kritisiert Paris

Über das Verhalten von PSG verärgert: FCB-Sportdirektor Hasan Salihamidzic.

Über das Verhalten von PSG verärgert: FCB-Sportdirektor Hasan Salihamidzic. imago

Ganz offenbar sind die Bayern vom Verhalten von Paris St. Germain in der Personalie Boateng mindestens irritiert. Denn Salihamidzic fand am Mikrofon des Fernsehsenders Sky recht deutliche Worte. "Ich will keinen beleidigen, ich sage nur, dass man mit Bayern München solche Sachen nicht machen kann. Ganz besonders, wenn es um so einen Spieler geht", sagte Salihamidzic bei Sky.

Er habe, auch im Beisein von Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, mehrere Gespräche mit dem wechselwilligen Boateng geführt, doch auch der Nationalspieler habe es so empfunden, dass "die Taktik der anderen Seite komisch war", ergänzte Salihamidzic: "Wenn so ein Transfer zustandekommen soll, müssen viele Dinge passen. Wir müssen wollen, der Spieler muss wollen - und der andere Klub muss bei so einem Spieler ernsthaftes Interesse zeigen. Das haben wir in keinem Moment so gespürt."

In einem Interview mit der Welt hatte Boateng den Kontakt mit PSG bestätigt. "Die Aufgabe dort war interessant, die Gespräche mit Thomas Tuchel waren gut", so Boateng. Letztlich spielte wohl der Pariser Sportdirektor Antero Henrique die entscheidende Rolle beim Scheitern des Wechsels.

Einig wurden sich die beiden Klubs am Ende immerhin über einen anderen Wechsel. Kurz vor Schließung des Transferfensters wechselte Linksverteidiger Juan Bernat. Offenbar hat in diesem Fall die Atmosphäre allerdings gestimmt. "Juan Bernat hat uns gebeten, das Angebot aus Paris annehmen zu dürfen und ihn aus seinem Vertrag frei zu geben. Dieser Bitte sind wir nachgekommen und haben uns mit PSG in sehr guten Gesprächen geeinigt", sagte Salihamidzic in einer Mitteilung der Bayern am Freitag.

tru

Spieltagsbilder 2. Spieltag 2018/19