Bundesliga

Gelb-Rot für Bell? Dardai: "So böse war das nicht"

Faire Aussagen von den Berlinern

Gelb-Rot für Bell? Dardai: "So böse war das nicht"

Faire Aussagen: Pal Dardai hätte Stefan Bell auch keinen Platzverweis gegeben.

Faire Aussagen: Pal Dardai hätte Stefan Bell auch keinen Platzverweis gegeben. imago images

In der 34. Minute hatten die Mainzer Glück. Der bereits gelb-verwarnte Stefan Bell traf Matheus Cunha voll am Fuß. Schiedsrichter Sascha Stegemann beließ es bei einer letzten Verwarnung und ließ den Defensivmann, der kurz später von Alexander Hack ersetzt wurde, weiterspielen. Aus dem Freistoß resultierte dann das 1:0 für die Berliner.

Zweifelsohne hätte ein Platzverweis für die 05er keinen Nachteil für Hertha bedeutet. Doch an dieser Szene wollten sich die Gäste nicht groß aufhalten. "Ich bin kein Fan davon, Spieler runterzuschicken. Er hat es versucht, Cunha war einen Tick eher dran. Aber so böse war das nicht. Wir akzeptieren die Entscheidung vom Schiedsrichter, alles gut, Fußball ist ein Männersport", so Pal Dardai ganz fair bei "Sky". Und auch Sami Khedira sah es ähnlich: "Ich bin immer dafür, dass man elf gegen elf spielen lässt. Klar wäre es für uns von Vorteil gewesen. Aber wir sind nicht traurig oder beschweren uns. Der Schiedsrichter hat heute einen guten Job gemacht."

Spielersteckbrief S. Khedira
S. Khedira

Khedira Sami

Spielersteckbrief Bell
Bell

Bell Stefan

Trainersteckbrief Dardai
Dardai

Dardai Pal

Einen guten Job hat auch Khedira gemacht, der nach 61 Minuten ausgewechselt wurde und von Dardai ein Sonderlob bekam: "Er hat gut gespielt, sich in der zweiten Hälfte gesteigert. Aber ich wollte kein Risiko gehen. Im nächsten Spiel kann er weiter organisieren."

Kein Vorwurf an Piatek

Ohne den Weltmeister von 2014 kamen die Berliner dann nach der Pause zu den beiden besten Chancen, zunächst vergab Cunha, dann ließ der eingewechselte Krzysztof Piatek die Riesenchance zum Siegtor liegen. "Wichtig ist, das es ein schöner Spielzug war, kein Zufallsprodukt. Er war da, das nächste mal schafft er das", war sein Coach nicht böse und gab offen zu: "Sind wir ehrlich, ein Punkt geht für beide Mannschaften in Ordnung. Wir müssen jetzt nicht träumen. Auf diesem Spiel kann man aufbauen für das nächste Heimspiel gegen Freiburg."

Dardai: "Wir sind sehr zufrieden mit dem Punkt"

Damit hat Dardai Recht, denn er konnte froh sein, dass sein Team nicht früh mit 0:1 oder gar 0:2 zurücklag. "Am Anfang hatten wir Schwierigkeiten", gestand der Ungar. Zur Pause war das 1:1, das auch zum Ende Bestand hatte, sehr schmeichelhaft für den Hauptstadtklub. Doch mit der zweiten Hälfte, in der auch die Kräfte nach der Quarantäne hielten, verdiente sich Hertha den Punkt. "Ich bin sehr stolz auf die Jungs, habe sie extra noch zusammengeholt auf dem Platz und sie gelobt. Respekt, sie haben gut gekämpft und gut gespielt. Umso weiter die Zeit voranging, umso besser wurden unsere Spielzüge. Wir sind sehr zufrieden mit dem Punkt", sagte Dardai, der mit seinem Team gleich am Donnerstag gegen Freiburg wieder gefordert ist.

mst