2. Bundesliga

Vor dem Nordderby: Jonas Boldt bei "Was geht, 2. Bundesliga?"

Vor dem Gipfel gegen Bremen

Gegen den Aufstiegsfluch: Boldt setzt auf die HSV-Fans

Er warf für den kicker einen Blick auf die heiße Saisonphase: HSV-Sportvorstand Jonas Boldt.

Er warf für den kicker einen Blick auf die heiße Saisonphase: HSV-Sportvorstand Jonas Boldt. imago images

Die Lage ist entspannter geworden, allein schon im Vergleich zur Hinrunde. Ins erste Nordderby dieser vierten Hamburger Zweitligasaison waren die Rothosen noch als Tabellenneunter gegangen. Sie gewannen es mit 2:0.

Ein halbes Jahr später sind die meisten Probleme weitgehend in den Hintergrund gerückt. Im Vordergrund steht die Chance. "Ich glaube, Fußball-Deutschland ist gespannt", sagt Sportvorstand Jonas Boldt in der kicker-Videoshow "Was geht, 2. Bundesliga?" mit einer Portion Vorfreude im Unterton - auch wenn vor dem Duell Zweiter gegen Erster am Sonntag (13.30 Uhr, LIVE! bei kicker) ein Wermutstropfen bleibt. "Wir sind froh, dass wir zumindest die 25.000 haben", so Boldt über die erlaubte Zuschauerobergrenze gegen Werder. Ein ausverkauftes Haus wäre dem 40-Jährigen natürlich lieber gewesen.

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"Jonas Boldt, warum bricht der HSV diesmal nicht ein?"

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Viel mehr gibt es gerade nicht zu meckern beim HSV, der im Vergleich zu vergangenen Spielzeiten regelrecht in sich zu ruhen scheint. Was auch das Vorgehen auf dem Wintertransfermarkt bewies. "Verbessern ist nicht, kurzfristig einen Namen zu präsentieren, um gut auszusehen. Sondern langfristig einschätzen zu können, wie die Mannschaft funktioniert", erklärt Boldt den "neuen" Ansatz.

Geduld ist das Zauberwort. "Wir haben gemerkt, dass der Wintermarkt wenig hergibt. Und da sind wir schon froh, dass wir so einen Spieler wie Giorgi Chakvetadze nach Hamburg holen konnten", befindet Boldt. Geduld und Ruhe gilt es für den Zweitliga-Zweiten nun auch zu bewahren, wenn er mit seinem mitunter tragischen Scheitern der vergangenen Jahre konfrontiert wird. Warum es diesmal anders kommt?

"Zum einen ist die Truppe wirklich viel enger zusammengewachsen", hebt der Sportvorstand einen markanten Unterschied hervor. "Zum anderen spielt das Thema Fans für uns eine ganz große Rolle. Wenn wir die Spiele anschauen, in denen wir in der Schlussphase Gegentore bekommen haben, das waren oft die ohne Fans." Und davon wären am Sonntag ja 25.000 da.

Und die elf Spieler auf dem Platz? "Ich glaube, dass du es gar nicht von ihnen fernhalten kannst", will Boldt den vielzitierten Aufstiegsfluch des einstigen Bundesliga-Dinos weder leugnen noch ignorieren. Nun gilt es allerdings, ihn im vierten Anlauf zu brechen.

Das ganze Interview mit Jonas Boldt gibt es in der aktuellen Folge "Was geht, 2. Bundesliga?" (siehe oben oder auf Youtube). In Teil 1 spricht der HSV-Sportvorstand u. a. über den "Aufstiegsfluch" und warum es dieses Jahr anders laufen könnte. In Teil 2 des Exklusivinterviews (erscheint am Freitag ab 17 Uhr auf den kicker-Plattformen und YouTube) geht's um das anstehende Nordderby gegen Werder Bremen und um die Tabellenspitze der 2. Liga.

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