Bundesliga

Bundesliga, 8. Spieltag: Das ist los am Wochenende

Überblick: Rose, Svensson und ein Novembertag 2007

Gefahr fürs Wohnzimmer und ein Spitzenspiel ohne Spannung? Das bringt der 8. Spieltag

Der Rasen wird nach der Länderspielpause wieder strapaziert in der Bundesliga.

Der Rasen wird nach der Länderspielpause wieder strapaziert in der Bundesliga.

Wolken über dem Kölner Herbsthimmel?

Eigentlich fährt der 1. FC Köln nach starkem Saisonstart als Favorit zum Freitagabendspiel bei der TSG Hoffenheim. Aber auf dem Weg in den Kraichgau dürften sich doch vereinzelte Wolken in den bislang sonnenklaren FC-Herbsthimmel mischen. So müssen die Rheinländer in Ellyes Skhiri (Knieverletzung) auf einen absoluten Leistungsträger der bisherigen Saison verzichten - und es geht gegen einen Gegner, der Köln zuletzt so gar nicht lag: Die letzten zehn Aufeinandertreffen konnten die Geißböcke nicht mehr gewinnen, die letzten sechs gingen dabei allesamt an die TSG - darunter ein 6:0 im Frühjahr 2018, der höchste Sieg der Hoffenheimer Bundesligageschichte.

Rose, Svensson und die Erinnerung an 2007

Ganze drei Jahre lang waren Bo Svensson und Marco Rose einst Teamkollegen beim FSV Mainz 05. Ob sie vor ihrem Aufeinandertreffen mit ihren jeweiligen Mannschaften aus Dortmund und Mainz am Samstagnachmittag die Erinnerungen vieler gemeinsamer Erlebnisse auf dem Platz austauschen können? Eher nicht. Denn während der drei Jahre im Zeitraum zwischen 2007 und 2010 standen Svensson und Rose gerade mal in fünf Spielen gemeinsam auf dem Feld - allesamt in der 2. Bundesliga. Zu einer gemeinsamen Startelfnominierung reichte es sogar nur ein einziges Mal - bei einem 1:1 in Paderborn im November 2007. FSV-Trainer damals: Jürgen Klopp.

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Hertha in der Krise - aber zumindest Boateng freut sich auf Frankfurt

Nicht zufrieden mit dem jeweiligen Saisonstart können die beiden Tabellennachbarn Eintracht Frankfurt und Hertha BSC sein. Doch während die SGE zuletzt in München einen überraschenden ersten Saisonsieg feierte, stecken die Hauptstädter vor dem direkten Aufeinandertreffen tief in der Krise, nun verkündete auch noch CEO Carsten Schmidt seinen Rücktritt. Zumindest Kevin-Prince Boateng dürfte mit einem guten Gefühl nach Frankfurt reisen: Mit der Eintracht wurde er nicht nur Pokalsieger, gegen die SGE feierte er auch 2005 sein Liga-Debüt und 2006 sein Tor-Debüt im Oberhaus - bei keinem anderen aktuellen Bundesligaspieler liegt beides so weit zurück.

kicker.tv Stimme

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Historisch schwache Aufsteiger im Duell

Ziemlich viel Druck vorhanden ist auch beim Kellerduell in Franken. Fürth gegen Bochum, Letzter gegen Vorletzter, schwächstes Heimteam gegen schwächste Auswärtsmannschaft. Zusammen nur fünf Punkte und eine Tordifferenz von -26 bedeuten übrigens die schlechteste Zwischenbilanz zweier Aufsteiger nach sieben Spieltagen in der gesamten Bundesliga-Historie. Immerhin: Die Punktebilanz wird am Samstag auf jeden Fall aufgebessert.

Gefahr für Freiburgs neues Wohnzimmer?

Das Aufeinandertreffen zwischen Freiburg und Leipzig findet in deutlich höher gelegenen Tabellenregionen statt - und nebenbei in einem neuen Stadion. Bei der Pflichtspielpremiere im Europa-Park-Stadion könnte es zu gleich zwei Jubiläen kommen: Freiburg steht vor Heimsieg Nummer 150 in der Bundesliga, zudem wäre das erste Tor in der neuen Arena zugleich der 1000. Bundesliga-Treffer in Freiburg nach 999 im Dreisamstadion. Aber es gibt nicht nur etwas zu gewinnen für die neue Spielstätte: Das neue Wohnzimmer mit der ersten Saisonniederlage einzuweihen wäre für die noch ungeschlagenen Freiburger schließlich kein optimaler Start für eine künftige Wohlfühlzone.

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Union, Wolfsburg und die Geschichte mit Schalke

Außerdem am Samstagnachmittag im Einsatz: die beiden Europapokal-Teilnehmer Union Berlin und der VfL Wolfsburg, die sich in eben dieser Tabellenregion auch aktuell wiederfinden. In den bislang vier Duellen beider Teams schafften die Köpenicker noch keinen Sieg. Das passierte Union nur gegen zwei andere Mannschaften: natürlich gegen den FC Bayern - und gegen Schalke 04.

Corona-Flut beim VfB: Muss der dritte Torwart ran?

Viele Teams können die Länderspielpause nutzen, um verletzte und angeschlagene Spieler wieder ins Team zu integrieren. Ganz anders der VfB Stuttgart, dem beim Auswärtsspiel in Mönchengladbach am Samstagabend vermutlich gleich fünf Profis nach einem positiven Corona-Test wegbrechen - darunter Stammkeeper Florian Müller und sein Vertreter Fabian Bredlow. Als dritter Torwart steht der 20-jährige Florian Schock bereit. Die Voraussetzungen für den ersten Auswärtssieg der Saison könnten günstiger sein. Aber: Der letzte Erfolg auf fremdem Platz gelang am 33. Spieltag der Vorsaison in Mönchengladbach.

Spannung im Spitzenspiel - oder doch nicht?

Der Kracher des Spieltags wartet am Sonntagnachmittag: Der Erste zu Gast beim punktgleichen Zweiten, Bayer 04 Leverkusen empfängt den FC Bayern. Mehr Spannung an der Spitze an einem 8. Spieltag geht nicht - oder doch? Denn beim Blick auf die Zahlen scheint der Ausgang eigentlich gewiss. Leverkusen verlor die jüngsten sechs Duelle mit einem Tabellenführer, Bayern hingegen verlor keines der letzten 14 Duelle Erster gegen Zweiter. Zu diesen Spielen zählt auch das Aufeinandertreffen in der Vorsaison in der BayArena, das der Rekordmeister auf dramatische Art und Weise für sich entschied. Wird es am Sonntag wieder so spannend? Der neutrale Fußballfan hätte sicher nichts dagegen.

Augsburg gegen Bielefeld: Wer will den Ball weniger?

Abgeschlossen wird der Spieltag am Sonntagabend mit dem Duell zwischen Augsburg gegen Bielefeld und der Frage: Wer hat da eigentlich den Ball? Aufeinander treffen die beiden Teams mit den geringsten Ballbesitzanteilen der Liga - beide liegen sogar unter der Marke von 40 Prozent. Werden dann vielleicht Standardsituationen zum Mittel der Wahl? Auch eher fraglich, FCA und DSC sind nämlich auch die beiden einzigen Mannschaften, die noch gar nicht nach ruhenden Bällen getroffen haben.

mib

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