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Gamescom 2021: Wo bleiben die deutschen Videospiele?

Bundesminister verspricht mehr Förderung

Gamescom 2021: Wo bleiben die deutschen Videospiele?

Sprach über die Entwicklung der deutschen Spielelandschaft: Bundesminister Andreas Scheuer (li.).

Sprach über die Entwicklung der deutschen Spielelandschaft: Bundesminister Andreas Scheuer (li.). Sebastian Reuter/Getty Images for game

Auch in Deutschland ist der Videospielmarkt im Boom. Im vergangenen Jahr wurden hierzulande circa 8,7 Milliarden Euro für Gaming ausgegeben. Wie viel davon ging jedoch an deutsche Entwickler und Publisher?

Laut dem Branchenverband "Game" lag der Anteil von deutschen Videospielen bei lediglich 4,2 Prozent. Dies ist ein leichter Rückgang im Vergleich zum Jahr 2019, in dem der Anteil noch bei 4,9 Prozent betrug.

Deutsche Videospiele auf der gamescom

Videospiele aus Deutschland nehmen nur einen kleinen Teil des Marktes ein. Auf der gamescom, einer der größten Videospielmessen der Welt, war klar zu beobachten: Man muss lange suchen, um Spiele aus Deutschland zu finden.

Zwar sind Jobsimulatoren immer noch erfolgreiche Dauerbrenner. Außerhalb dieser speziellen Kategorie - und einer breiten Auswahl an kleinen Indie Games - sah die deutsche Spielelandschaft dieses Jahr auf der gamescom aber eher trist aus.

Andreas Scheuer verspricht größere Förderung

Die Spieleindustrie soll daher stärker von der Politik gefördert werden. Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, hat entsprechende Ankündigungen gemacht. Während der politischen Eröffnung der gamescom, deklarierte Scheuer ambitionierte Ziele: "Wir wollen in Zukunft auch als Entwicklungsstandort international aufschließen."

Zu diesem Ziel soll die Förderung für die Gamesbranche verstärkt werden. Im abgelaufenen Jahr startete die Bundesregierung diese Initiative, die "Stand heute 40 Millionen bewilligte". Diese Summe soll kontinuierlich steigen.

Auch die digitale Infrastruktur soll verbessert werden - wie genau, bleibt jedoch noch offen. Dieses Thema, das wegen der Corona-Pandemie viele Diskussionen in Deutschland antreibt, wurde von Politikern während der gamescom nur angestrichen.

Trotzdem ist eine verstärkte Förderung ein positives Zeichen für die Branche. Schon jetzt lassen sich die ersten Früchte ernten - die Zahl der Unternehmensgründungen ist in der Branche innerhalb eines Jahres um 20 Prozent auf insgesamt 749 Firmen gestiegen.

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Faris Delalic