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Finals: Gambetta wiederholt Titel im Kugelstoßen, Dauser im Mehrkampf

Erste Entscheidungen

Gambetta wiederholt Titel im Kugelstoßen, Dauser im Mehrkampf

Kugelstoßerin Sara Gambetta (links) verteidigte ihren deutschen Meistertitel ebenso wie Turner Lukas Dauser.

Kugelstoßerin Sara Gambetta (links) verteidigte ihren deutschen Meistertitel ebenso wie Turner Lukas Dauser. IMAGO/Aleksandar Djorovic

Die Titelverteidigerin vom SV Halle siegte am Donnerstag vor dem Brandenburger Tor mit 18,67 Metern und holte zum dritten Mal den nationalen Meistertitel. Gambetta war danach zwar nicht ganz zufrieden mit ihrer Leistung, meinte aber: "Das hat schon Spaß gemacht vor dem Tor, es ist ja sehr geschichtsträchtig hier. Ich denke, wir haben den Zuschauern einen guten Fight geboten."

Maisch wird Zweite und qualifiziert sich für die WM

Rang zwei ging mit nur fünf Zentimetern weniger an Katharina Maisch vom LV 90 Erzgebirge, die damit ebenfalls die WM-Norm überbot. Dritte wurde Julia Ritter vom TV Wattenscheid 01 mit 18,25 Metern. Die jahrelang beste deutsche Kugelstoßerin Christina Schwanitz hatte ihre Karriere vor vier Monaten nach den nationalen Hallenmeisterschaften in Leipzig beendet.

Finals Berlin

Siegersprung von Katharina Maisch, Sara Gambetta und Julia Ritter (v.l.n.r.) IMAGO/Jan Huebner

An diesem Freitag ermitteln in der speziell für diese beiden Wettbewerbe errichteten Kugelstoß-Arena vor dem Berliner Wahrzeichen die Männer ihren Meister. Alle anderen Disziplinen finden dann am Samstag und Sonntag im Rahmen der Finals im Berliner Olympiastadion statt.

Die Meisterschaften leiden allerdings unter einigen prominenten Ausfällen. Drei Wochen vor der WM in Eugene in den USA fehlen Speerwerfer Johannes Vetter wegen einer Entzündung in der Schulter sowie Langstrecklerin Konstanze Klosterhalfen nach einer Corona-Infektion und Hindernisläuferin Gesa Krause wegen starker Erkältungssymptome.

Dauser verteidigt Mehrkampf-Titel

Turner Lukas Dauser hat dank einer Weltklasseleistung an seinem Paradegerät, dem Reck, seinen deutschen Meistertitel im Mehrkampf verteidigt. Der Olympia-Zweite zog nach einem schwachen Start noch an der Konkurrenz vorbei und wiederholte seinen Vorjahressieg bei den Finals. Er setzte sich vor dem Berliner Philipp Herder und Glenn Trebing aus Hannover durch.

"Ich wollte einen guten Einstieg in die Saison finden. Das ist mir mit sechs Übungen ohne Sturz auch gelungen. Am Barren musste ich kämpfen, habe dann aber am Ende das Reck super erwischt", sagte der 29-Jährige am ARD-Mikrofon.

Nguyens Comeback misslingt

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Enttäuschend verlief der Wettkampf dagegen für Marcel Nguyen. Der 34-Jährige kam am Barren, an dem er vor zehn Jahren wie Dauser Olympiasilber gewonnen hatte, vorzeitig zu Fall und verpasste das Finale. Der zweimalige Europameister, der seine Karriere fortsetzen wird, hatte sich gerade erst nach einem Kreuzbandriss zurückgekämpft - und absolvierte keinen kompletten Mehrkampf, sondern turnte lediglich an drei von sechs Geräten. Mit dem Tagesbestwert von 13.800 Punkten an den Ringen qualifizierte sich Nguyen aber für das Einzelfinale am Samstag.

Adam gewinnt bei den Frauen

Bei den Frauen entthronte Leonie Adam ihre Stuttgarter Vereinskollegin Aileen Rösler, die sich im Vorjahr den nationalen Titel gesichert hatte und diesmal Dritte wurde. Rang zwei ging an Maya Möller aus Dietzenbach.

Sarah Wellbrock

Sarah Wellbrock zeigt ihre Goldmedaille. IMAGO/Eibner

Wellbrock schwimmt zum Titel über 1500 Meter Freistil

Schwimmerin Sarah Wellbrock hat wie erwartet mit großem Vorsprung und in einer Zeit deutlich unter ihrem Leistungsvermögen den deutschen Meistertitel über 1500 Meter Freistil gewonnen. Die 28-Jährige  schlug am Donnerstag nach 16:29,25 Minuten an und siegte damit vor Fabienne Wenske und Julia Barth.

Entscheidungen im Kanurennsport

Das Canadier-Duo Lina Bielicke aus Karlsruhe und Nico Pickert vom Linden-Dahlhausener KC hat die erste Entscheidung im Kanurennsport gewonnen. Im Zweier-Mixedteam setzten sie sich am Donnerstag auf der kurzen Sprintstrecke gegen den Leipziger Ex-Weltmeister Peter Kretschmer durch, der mit der Neubrandenburgerin Anette Wehrmann fuhr. Auf Rang drei kam der Berliner Tim Hecker mit Lisa Jahn vom Müggelheimer SC. Seinen eigentlichen Bootspartner Sebastian Brendel verwies Hecker auf Rang vier. Der dreimalige Olympiasieger aus Potsdam fuhr mit der jungen Vereinskollegin Selina Gerchel.

dpa, sid, sts